Eine herrliche Klangdecke, unter die man sich lang ausstrecken – und stundenlang – legen kann
Durchhalten über das Bequeme hinaus, Ausharren um der Erfahrung selbst willen: Morton Feldmanss ‚Zweites Streichquartett‘ verlangt eine fast physische Hingabe – sei es sitzend, lauschend, wandernd. In dieser fünfeinhalbstündigen musikalischen Reise entfaltet Feldman ein fast zeitloses Klanggewebe, zerbrechlich und endlos variierend. Die ganze Zeit über webt Textilkünstler Leïla Pile. Das Publikum darf frei ein- und ausgehen, in Etappen zuhören oder sich von den Musikern bis ins Ziel mitreißen lassen.