Chatschaturjans Klavierkonzert und Schostakowitschs „Neunte“: Tellian & Tjeknavorian bringen das alles ebenso wirbelnd wie ansteckend
Mit ihren armenischen Wurzeln sind Dirigent Emmanuel Tjeknavorian und Pianist Kiron Atom Tellian wie geschaffen für das wirbelnde „Klavierkonzert“, mit dem Chatschaturjan seinen Einzug in die westliche Musik hielt. Der Komponist ließ sich von der armenischen und georgischen Musik, Festen und Ritualen aus seiner Jugend inspirieren. Genau wie Chatschaturjan musste Schostakowitsch innerhalb der engen Grenzlinien des Sowjetregimes komponieren. Mit seiner „Neunten Sinfonie“ enttäuschte er die Führer, denn sie hatten – Beethovens „Neunte“ im Sinn – ein größeres Werk erwartet. Aber Musikkenner waren sofort hellauf begeistert von der kurzen, verspielten und zugleich zurückhaltenden Sinfonie. Die ansteckenden „Polowetzer Tänze“ von Borodin sind der ideale Abschluss dieses sprühenden Abends.