In der Ausstellung „Au seuil de l'Intime“ erforscht die bildende Künstlerin Romina Remmo Übergangszonen durch organische Formen. Die Grenze zwischen dem lebendigen Körper und der Materie regt den Betrachter dazu an, sich anzunähern und dann eine Schwelle zu überschreiten, die sowohl physischer als auch sensibler Natur ist. Die Künstlerin kreiert Objekte, malt, fotografiert und arbeitet mit Spitz Klöppelei, deren durchbrochene Struktur zu einer Metapher der Haut wird. Romina Remmo erforscht die Mechanismen der Faszination, aber auch der Ablehnung, die unsere Beziehung zum Lebendigen strukturieren. Die Zartheit des Textils, verbunden mit der Kälte schneidender Materialien wie Häkelhaken, Stecknadeln und Nadeln, eröffnet einen ambivalenten Raum – einen Ort widerstreitender Kräfte, an dem Anziehung und Abstoßung koexistieren. „Au seuil de l'intime“ ist eine Einladung, sich der äußerst beunruhigenden menschlichen Fragilität anzunähern.