Veerle Baetens und Bo Spaenc: Hier, ich als Kaiserin
Sa., 3. Okt. 2026 · 20:30
Overijse - CC Den Blank, Overijse
€24
Auf der Bühne: eine Frau und ein Mann. Eine Schauspielerin und ein Musiker. Musik, Körper und Worte erzählen zusammen die Geschichte einer Figur, die so bunt ist, dass mehrere Charaktere auf der Bühne zu stehen scheinen. Veerle und Bo werfen sich in die Interaktion miteinander und dem Publikum. In voller Hingabe an die Erzählung wagen sie zu schweben, zu schwitzen, nachzugeben und sie brechen manchmal zusammen. Das Spannungsfeld auf der Bühne – mal harmonisch, dann wieder widerspenstig – steht im Kontrast zur isolierten Blase, in die sich die Hauptfigur zurückgezogen hat. Draußen war zu schnell, zu laut, zu fordernd, zu viele Rollen... Im Haus gibt es Routine, um die Leere zu füllen: hey Google, YouTube, Chat GPT... Drinnen ist sie frei, die Kaiserin in ihrem Reich: Oberfrau, unnahbar, Enfant terrible. Dann geht ihre Tür einen Spalt auf... Sie, dekonnektiert und ersetzbar, geht sie die Konfrontation ein? Inspiriert durch das Hikikomori-Phänomen, bei dem Menschen nur noch selten ihr Haus oder Zimmer verlassen. Inspiriert durch die Einsamkeitsökonomie, die einfache Alternativen für die komplexen Anstrengungen bietet, die menschliche Beziehungen erfordern. Inspiriert durch eine Welt, deren Tempo wir nicht folgen können, und doch etwas vermissen. Inspiriert durch das Verlangen, von dieser ermüdenden Welt erlöst zu sein. VEERLE BAETENS ist Schauspielerin, Regisseurin, Drehbuchautorin und Sängerin. 2012 gelang ihr der internationale Durchbruch mit ihrer Hauptrolle im Film The Broken Circle Breakdown, für den sie mehrere Preise gewann. Seitdem hat sie sich hauptsächlich auf Film- und Fernsehprojekte konzentriert. Sie gab ihr Regiedebüt mit dem Film Het smelt, basierend auf dem Roman von Lize Spit. Nun geht sie auf Bos Einladung ein, wieder auf den Brettern zu stehen mit Hier, ik als Keizerin. Von Anfang an gibt sie inhaltlich und formell Richtung für diese Vorstellung, indem sie ein Thema anschneidet, das ihr sehr am Herzen liegt und Chancen bietet, Wort mit physischem Spiel und Musik zu verweben. BO SPAENC gibt Widerrede mit sowohl grotesken Zirkusklängen als auch mit einem integren Sound aus Vocals, indischer Orgel, organischer Perkussion und Kinderklavier. Bo machte als künstlerischer Leiter von Muziektheater De Kolonie – und später als Freelancer – Musiktheater mit starken Erzählern wie Lucas van den Eynde, Peter De Graef, Tania Van der Sanden, Bart Hollanders, Warre Borgmans, Vic De Wachter, Stefaan Degand und Bruno Vanden Broecke, gegenüber seiner ‚Live‘-Musik. Diese Produktionen kamen ausnahmslos ausführlich in den CCs vor. Met Hier, ik als Keizerin machen Bo und Veerle Musiktheater, in dem Wort, Gesang und Instrumente einander überraschen und eigensinnig ihren Gang gehen. Spiel: Veerle Baetens Livemusik: Bo Spaenc Skript: nach einer Idee von Veerle Baetens & Kiana Porte, geschrieben von Veerle Baetens & Yoline Denys Komposition: Bo Spaenc Coaching: Jan Bijvoet (OV) Kostüme: Manu Verschuren Set, Licht- und Klangdesign: Dries Bellinkx Produzent: PER PODIUM & BO SPAENC BV Koproduktion: CC ASSE & CC HERENT Mit Dank an centre culturel de Beauchevain & Theater Vooruit Boechout Mit Unterstützung der Belgische Tax Shelter Maßnahme der Federale Overheid