De @vonden: Alicja Gescinska – Frauen in finsteren Zeiten
Do., 1. Okt. 2026 · 19:00
RITCS Cinema, Brussels
Auch 2026–2027 organisieren Charlotte De Cort, Gawan Fagard, Jeroen Theunissen und Wouter Hessels De @vonden eine Reihe von Vorträgen und Vorführungen zu Gesellschaft, Medien und Technologie, die sich an den professionellen Bachelorstudiengang Audiovisual Creations des RITCS anschließen.\n\nWir geehrt sind wir, dass Alicja Gescinska für uns das akademische Jahr eröffnen möchte. Am 1. Oktober erzählt sie über ihr kürzlich erschienenes, allseits gelobtes Buch „Vrouwen in duistere tijden“ (Frauen in finsteren Zeiten) und wird von Jeroen Theunissen interviewt.\n\nAlicja Gescinska (1981) ist eine flämisch-polnische Philosophin und Schriftstellerin. Sie wurde einem breiteren Publikum durch ihr Buch „De verovering van de vrijheid“ (Die Eroberung der Freiheit) (Lemniscaat, 2011) bekannt. Danach schrieb sie verschiedene philosophische Essays, darunter „Thuis in muziek“ (Zu Hause in der Musik) (De Bezige Bij, 2018), „Intussen komen mensen om“ (Inzwischen kommen Menschen um) (De Bezige Bij, 2019), „Kinderen van Apate“ (Lemniscaat, 2020) und „Humanitas“ (Confituur, 2022). Im Dezember 2025 erschien ihr allseits gelobtes Buch Frauen in finsteren Zeiten. Neben ihren Sachbüchern hat Alicja auch Fiktion geschrieben: einen Roman, Lyrik und Theatertexte. Sie ist auch als Akademikerin tätig und Vorsitzende von PEN Flandern. Zudem schreibt sie regelmäßig Meinungsbeiträge für diverse Medien.\n\nIn „Vrouwen in duistere tijden“ nimmt Alicja Gescinska die Leserschaft mit auf eine bewegte und philosophische Reise durch das vorige Jahrhundert. In zehn biografischen Porträts zeigt sie, was die Menschheit von ebenso mutigen wie intelligenten Frauen lernen kann: Rosa Luxemburg, Anna Achmatova, Edith Stein, Hannah Arendt, Martha Gellhorn, Simone Weil, Jeanne Hersch, Etty Hillesum, Barbara Skarga und Judith Shklar. Mit Wort und Tat bekämpften sie die Unterdrückung, die Entmenschlichung und den Vernichtungswillen ihrer Zeit. Sie waren Leuchtfeuer in den dunkelsten Stunden der Menschheit. Dafür zahlten sie oft einen hohen Preis: vom Tod in Lagern bis zu einem Leben im Exil. Frauen in finsteren Zeiten ist nicht nur ein philosophisches Porträt von zehn Frauen, sondern bietet auch eine notwendige Genderkorrektur und ist vor allem ein dringliches Buch über den Mut, den es erfordert, weiterzudenken.