Von stillen Schattenklängen bis zu sonischen Adrenalinstößen
Nono, Ligeti und Xenakis servieren drei radikale Visionen dessen, was vier Streicher tun können. In ‚Fragmente – Stille, an Diotima‘ skizziert Luigi Nono einen intensiven Hörraum aus Stille und Schattenklang. György Ligetis frühes ‚Streichquartett Nr. 1‘ zeigt hingegen, dass seine musikalische Muttersprache im Bartókschen Modernismus liegt. Und mit ‚Tetras‘ schrieb Xenakis einen fünfzehnminütigen Ausbruch von Klangdynamit. Mikrofeine Glissandi fühlen sich an wie pulsierende Nervenbahnen, Rauschen verschiebt sich in Richtung Ton (und wieder zurück), Wolken donnern unerwartet ineinander und auseinander. ‚Tetras‘ ist kein Gespräch zwischen vier Stimmen, sondern eine Schlacht der Texturen und Reibungen. Für alle, die Musik lieben, die durch den Körper jagt und unter die Haut geht. Exklusiv in De Bijloke zudem.