Autoriteit Deforce bringt ein Cellorezital mit hochgekrempelten Ärmeln
Arne Deforce kennt die Welt von Xenakis wie kein anderer: rau, radikal und bis auf die Faser physisch. In diesem Solorezital taucht er direkt in den Kern zweier Meisterwerke der Celloliteratur des zwanzigsten Jahrhunderts ein. In „Kottos“ schickt Xenakis das Cello durch mythologische Zuckungen: schnaubende Glissandi, explosive Gesten und eine Intensität, die manchmal mehr an Perkussion als an ein Streichinstrument erinnert. Das monumentale „Nomos alpha“ geht noch weiter. Das Cello wird zerlegt in ein System reiner Energie, aufgebaut aus mathematischen Strukturen, die sich entfalten wie ein Delirium aus feurigem Bogenspiel und brutaler Präzision. Deforce, der dieses Repertoire jahrelang studierte, platziert dich mitten in Xenakis’ Mikrouniversum: ein Ort, an dem sein Instrument kollidiert, stöhnt und glüht.