Selma ist eine tschechische Einwanderin, die in den sechziger Jahren in einer amerikanischen Fabrikstadt arbeitet. Sie erblindet langsam durch eine Erbkrankheit und spart jeden Cent, um eine Operation für ihren kleinen Sohn zu bezahlen, damit ihm das gleiche Schicksal erspart bleibt. Um ihrer grauen Realität zu entfliehen, verliert sich Selma in Fantasien über Hollywood-Musicals. Speziell für Cinema ZED Leuven Die Vorführung am 11. Juni wird mit englischen Untertiteln gezeigt. Kommentar Lars Von Trier kombiniert Sozialrealismus mit expressiven Musicalnummern, in denen Selmas innere Welt zum Leben erwacht – Maschinen in der Fabrik verwandeln sich in ein Orchester, Gefängniswärter werden zu Tänzern. Björk spielt Selma in einer berührenden, rohen Rolle und komponierte auch die Musik. Der Film ist eine emotional niederschmetternde Meditation über Aufopferung, Träume und die grausame Gleichgültigkeit der Welt, die in einem der eindringlichsten Finales der Filmgeschichte gipfelt.