Apéro-Ciné : La maison des femmes
Projektion
+ 14 Jahre
Es gibt Filme, die notwendig sind und die gut tun. La Maison der Frauen, erster Spielfilm von Mélisa Godet, gehört zu dieser Kategorie von Werken, die das Reale beleuchten, ohne es jemals auszubeuten. Inspiriert von der Arbeit im Maison des femmes in Saint-Denis, taucht uns der Film in einen einzigartigen Ort ein, an dem Frauen, die Opfer von Gewalt sind, viel mehr als Pflege suchen: einen Raum, in dem sie gehört, geglaubt, begleitet werden und in dem sie nach und nach die Möglichkeit finden, sich wieder aufzubauen.
Im Maison des femmes empfangen Diane, Manon, Inès, Awa und ihre Kollegen jeden Tag diejenigen, die mit ihren Wunden, ihrem Schweigen, ihren Ängsten, aber auch ihrer immensen Lebenskraft durch die Tür treten. Ärzte, Pfleger, Begleiter und Patienten bilden eine zerbrechliche und entschlossene Gemeinschaft, die sich im gleichen Kampf engagiert: zu reparieren, was die Gewalt beschädigt hat, Vertrauen wiederzugeben, es jeder zu ermöglichen, wieder Subjekt ihrer eigenen Geschichte zu werden.
Die große Stärke des Films liegt in seiner Präzision. Mélisa Godet vermeidet das Spektakuläre und den Voyeurismus: die Gewalt wird niemals frontal gezeigt, sie taucht in den Erzählungen, den Blicken, den Gesten auf. Der Film entscheidet sich, diese Frauen nicht auf ihren Status als Opfer zu reduzieren, sondern ihren Mut, ihre Würde und ihren Weg zum Wiederaufbau zu zeigen.
Getragen von einer bemerkenswerten Besetzung, erzählt La Maison der Frauen auch die Menschlichkeit derer, die pflegen. Ihre Überzeugungen, ihre Müdigkeit, ihre persönlichen Zerbrechlichkeiten und ihre unerschöpfliche Energie erinnern daran, dass aufrecht stehen an einem solchen Ort auch eine Angelegenheit des Kollektivs ist.
Ohne betonte Rede erinnert der Film daran, dass die Verteidigung der Rechte durch sehr konkrete Orte geht: Orte, an denen man zuhört, an denen man glaubt, an denen man pflegt, an denen man unterstützt. Mehr als ein Film über Gewalt, ist La Maison der Frauen ein Werk über die Aufmerksamkeit für den anderen, über Solidarität und über diese zerbrechliche Kraft, die es manchmal ermöglicht, wieder zu leben.
In Zusammenarbeit mit dem PAC WAPI und der VoG De Maux à Mots.
Crédits
Karin Viard / Laetitia Dosch / Eye Haïdara / Oulaya Amamra / Juliette Armane
Réalisation Mélisa Godet