Sind wir uns der Verletzlichkeit unserer Demokratien bewusst? Kann eine Demokratie funktionieren, wenn wir einander nicht mehr vertrauen?
In einer weitgehenden Bearbeitung von Ilja Leonard Pfeijffers monumentaler Roman bringt Zuidpool die Geschichte von Alkibiades. Niemand Geringeres als Top-Schauspielerin Sofie Decleir gibt Griechenlands umstrittenstem Politiker Gestalt, nicht in der Lage, zwischen seiner grenzenlosen Selbstliebe und dem allgemeinen Interesse seines Volkes zu wählen.
Gleichzeitig hält er uns einen konfrontierenden Spiegel vor. Ist das Volk selbst in der Lage zu wissen, was gut für das Volk ist? Und wie wichtig finden wir die Wahrheit noch, wenn die Wahrscheinlichkeit wünschenswerter ist?
Eine ergreifende Geschichte in einer Welt, in der der demokratische Vertrag, den wir miteinander geschlossen haben, jeden Moment zu brechen droht. Ein Einblick in ein System, das an seine Grenzen stößt, für das es aber scheinbar keine bessere Alternative gibt.
*Mit kostenloser Einführung um 19.30 Uhr.
CREDITS
Nach dem gleichnamigen Buch von Ilja Leonard Pfeijffer, herausgegeben von De Arbeiderspers
Bewerking und Regie: Koen van Kaam
Spel: Sofie Decleir und Mona Lahousse
Muzikale Leitung und Ausführung: Jorgen Cassier
Kostuumontwerp: Thomas Van Imschoot und Sam De Mol
Dramaturgie: Lore Meesters
Lichtontwerp: Mark Van Denesse
Geluidsontwerp und – Technik: Daniël Stevens
Videomanipulatie: Jan Snoekxmet die Unterstützung des Tax-Shelters der Belgische Federale Regierung via Perpodium