Veerle Baetens & Bo Spaenc - Hier, ich als Kaiserin
Fr., 20. Nov. 2026 · 20:15
Cultuurhuis De Zeepziederij, Bree
€16–23
Molenstraat 103/bus 5 Auf der Bühne: eine Frau und ein Mann. Eine Schauspielerin und ein Musiker. Musik, Körper und Worte erzählen zusammen die Geschichte einer Figur, die so farbenfroh ist, dass mehrere Charaktere auf der Bühne zu stehen scheinen. Veerle und Bo schmeißen sich in die Interaktion miteinander und dem Publikum. In voller Hingabe an die Erzählung wagen sie zu schweben, zu schwitzen, zu weichen und sie erliegen manchmal. Das Spannungsfeld auf der Bühne – mal harmonisch, dann wieder widerspenstig – steht im Kontrast zur isolierten Blase, in die sich die Hauptfigur zurückgezogen hat. Draußen war zu schnell, zu laut, zu fordernd, zu viele Rollen ... Drinnen gibt es Routine, um die Leere zu füllen: hey Google, YouTube, ChatGPT ... Drinnen ist sie frei, die Kaiserin in ihrem Reich: Oberfrau, unnahbar, enfant terrible. Dann geht ihre Tür einen Spalt auf ... Sie, dekonnektiert und ersetzbar, geht sie die Konfrontation ein? Inspiriert vom Hikikomori-Phänomen, bei dem Menschen nur noch selten ihr Haus oder Zimmer verlassen. Inspiriert von der Einsamkeitsökonomie, die einfache Alternativen für die komplexen Anstrengungen bietet, die menschliche Beziehungen verlangen. Inspiriert von einer Welt, deren Tempo wir nicht folgen können, und doch etwas vermissen. Inspiriert vom Verlangen, von dieser ermüdenden Welt erlöst zu sein. Veerle Baetens ist Schauspielerin, Regisseurin, Drehbuchautorin und Sängerin. 2012 gelang ihr der internationale Durchbruch mit ihrer Hauptrolle im Film ‘The Broken Circle Breakdown’, für den sie mehrere Preise gewann. Seitdem hat sie sich vornehmlich auf Film- und Fernsehprojekte konzentriert. Sie machte ihr Regiedebüt mit dem Film ‘Het smelt’, basierend auf dem Roman von Lize Spit. Jetzt geht sie auf Bos Einladung ein, wieder auf den Brettern zu stehen mit ‘Hier, ik als keizerin’. Von Anfang an gibt Veerle inhaltlich und formell Richtung an diese Vorstellung, indem sie ein Thema anschneidet, das ihr sehr am Herzen liegt und Chancen bietet, Wort mit physischem Spiel und Musik zu verweben. Bo Spaenc gibt Widerwort mit sowohl grotesken Zirkusklängen als auch mit einem integren Sound von Vocals, indischer Orgel, organischer Perkussion und Kinderklavier. Bo machte als künstlerischer Leiter von Muziektheater De Kolonie – und später als Freelancer – Musiktheater mit starken Erzählern wie Lucas van den Eynde, Peter De Graef, Tania Van der Sanden, Bart Hollanders, Warre Borgmans, Vic De Wachter, Stefaan Degand und Bruno Vanden Broecke, gegenüber seiner ‘Live’-Musik. Diese Produktionen kamen ausnahmslos ausführlich in den CCs vor. Mit ‘Hier, ik als Keizerin’ machen Bo und Veerle Musiktheater, in dem Wort, Gesang und Instrumente einander überraschen und widerspenstig ihren Gang gehen. Von und durch: Veerle Baetens (Spiel, Idee Skript, Skript) | Bo Spaenc (Live-Musik, Komposition) | Kiana Porte (Idee Skript) | Yoline Denys (Skript) | Jan Bijvoet (Coaching) | Manu Verschuren (Kostüme) | Dries Bellinkx (Set, Lichtdesign, Klangdesign) | PER PODIUM & BO SPAENC BV (Produzent) | CC Asse, CC Herent (Koproduktion) | Lennert Madou (Bild) Dank an centre culturel de Beauchevain, Theater Vooruit Boechout und die Tax Shelter der belgischen Föderalregierung.