Die barocke Kirchenmusik entstand aus einem lebendigen Wechselspiel zwischen der polyphonen Renaissancetradition und dem neuen italienischen konzertanten Stil. In Duitsland spielte Heinrich Schütz (1585–1672) eine Schlüsselrolle: als Schüler von Gabrieli und beeinflusst von Monteverdi brachte er die venezianische Modernität in den Norden. Zijn Musicalische Exequien (1636), eine der ersten vollständig durchkomponierten deutschen Begräbnismusiken, zeigt, wie meisterhaft er Text, Rhetorik und expressive Erneuerung zu verbinden wusste. Diese Tradition fand eine reiche Fortsetzung innerhalb der umfangreichen Bach-Familie. Komponisten wie Johann Christoph Bach, Johann Michael Bach und Johann Ludwig Bach schrieben beeindruckende Begräbnismotetten, in denen expressive Polyphonie und eine intime Textsensibilität im Mittelpunkt stehen. Vox Luminis lässt diese Musik mit einer authentischen Klangkultur und einem außergewöhnlich feinsinnigen Umgang mit dem Text erstrahlen, wodurch jede Seite aus diesem deutschen Repertoire erneut zum Leben erweckt wird.