Das Abenteuer begann 1989 in den unterirdischen Arterien des französischen Post-Punk, gerade erst weiterverbreitet durch einige Fanzines, baufällige Konzertsäle und Plattenläden, die man damals an den Fingern einer Hand abzählen konnte. Eine raue, urbane, angespannte Musik, in der noch die Echos von Hardcore und Skateboard-Flips widerhallen. Rock, der quietscht und kratzt, basierend auf atonalen Gitarren, mit dem Skalpell geschnittenen Basslinien, Offbeat-Rhythmen und bissigen Stimmen. Prohibition zeichnete sich durch eine außergewöhnliche Instrumentierung aus: Ein Saxophon im Freilauf und die Drohne einer Sitar luden sich inmitten der Dezibel ein. Ihre Bekanntheit stieg in Europa und den USA, wo sie unaufhörliche Tourneen begannen, einschließlich Terminen mit Blonde Redhead, Fugazi, David Grubbs, Condense, Chokebore… Prohibition stellte 1999 nach der Vollendung eines fünften Albums, dem unverwüstlichen „14 Ups & Downs“, ihre Tätigkeit ein.
Im Jahr 2015 reformierte sich die Gruppe für eine Tournee zur Feier des 20-jährigen Jubiläums des Labels Prohibited Records, deren Konzert beim Teriaki-Festival von Mowno verewigt wurde.
Im Jahr 2025, zur Feier ihres 30-jährigen Bestehens, erscheint eine neue Version von „Cobweb-day“ mit dem Titel „Cobweb-day (revisited)“ und die Gruppe kehrt für unvergessliche Konzerte auf die Bühne zurück.
Die vier von Prohibition beschließen im Jahr 2026, das Vinyl ihres wegweisenden Albums „Towncrier“ neu aufzulegen, das 1996 erschien. Diese Kultplatte brachte die Gruppe auf eine Europatournee und sogar vor die Kameras der TV-Sendung Nulle Part Ailleurs. Das Pariser Quartett kehrt daher natürlich für eine Reihe von Konzerten Ende 2026 zurück.