Drei vielseitige Künstler – Louis Vanhaverbeke, Melissa Mabesoone und Farida Amadou – schließen sich für eine sensorische Performance zusammen, die der Erde, der Identität und der Heilung gewidmet ist. Ausgehend von ihren persönlichen Werdegängen komponieren sie eine Show, in der sich queere Fantasie, psychische Gesundheit und ländliche Klangwelten vermischen. Louis hat nach einer Zeit psychischer Probleme eine Verankerung in der Landwirtschaft gefunden. Die Erde ist in seinen Augen ein Mittel geworden, um buchstäblich mit der Welt verbunden zu bleiben. Melissa ist die Tochter eines Kartoffelbauern in Zeeland und besucht dieses Erbe heute als Künstlerin und Performerin im urbanen Raum neu, wo sie mit Humor und Finesse traditionelle Geschlechterrollen durch Drag und Performance hinterfragt. Farida ist eine Bassistin der internationalen Improvisationsszene und erforscht als schwarze Musikerin die Ursprünge des Blues. Sie sucht nach einer neuen Form ländlicher Musik – roh, ehrlich und frei von Klischees. Zwischen Flucht und Zuflucht, Schönheit und Schmutz entfaltet sich eine hybride Landschaft aus Klängen, Bewegungen und Transformationen. Ein Raum, um Wurzeln zu schlagen und sich auszutoben, mit Musik als Sprache der Güte. Es handelt sich nicht um eine klassische Erzählung, sondern um eine lebendige Performance, die das Publikum einlädt, gemeinsam zu fühlen, zuzuhören und eine Verankerung wiederzufinden. • Melissa Mabesoone ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die Performance, Installation, Video, Text und Szenografie in ihrer Praxis mobilisiert. Ihre Arbeit erforscht oft die Grenze zwischen öffentlich und privat, das Alltägliche als Politik und Identitäten. Avec Oshin Albrecht, sie ist Teil des Kollektivs buren, innerhalb dessen sie eine Reihe kritischer und humorvoller Performances geschaffen hat, wie Blue Skies Forever, SPARE TIME WORK und Shoe/Farm. • Louis Vanhaverbeke ist ein Performer und Schöpfer, der Stile und Subkulturen kreuzt. Seine Praxis artikuliert sich um Performances, Installationen und die Verwendung von Objekten (oft einfach, farbig oder ausrangiert) in Beziehung zu Bewegung, Sprache und Klang. Er hat Performances wie Kokito, The Bike Piece, MULTIVERSE und Mikado Remix realisiert und auf internationaler Tournee präsentiert. • Farida Amadou ist eine autodidaktische Musikerin und Performerin. Ihr Hauptinstrument ist der E-Bass. Sie schöpft ihre Inspiration aus Blues, Jazz, Hip-Hop, experimenteller Musik und freier Improvisation und ist bekannt für ihre unkonventionelle, aber musikalische Verwendung ihres Fender-Basses. Sie hat mit Künstlern wie Peter Brötzmann und Thurston Moore zusammengearbeitet und ist 2018 der Lütticher Punk/Noise-Band Cocaine Piss beigetreten. Sie tritt regelmäßig auf, arbeitet an neuen Alben und erforscht Formen der audiovisuellen Performance sowie Workshops mit Fokus auf die Gemeinschaft.