Festival van Vlaanderen in Erpe-Mere
In in diesem Programm legt der junge, virtuose belgische Pianist Alexander Declercq das Werk zweier anderer Klavierlöwen auf das Notenpult.
Beethoven und Brahms bilden zwei imposante Meilensteine in der Geschichte des Klavierrepertoires. Van Beethoven erklingen zwei Sonaten: die frühe Sonate Nr. 4 datiert von 1796 und ist eine seiner längsten. Er veröffentlichte das Werk eigenständig und nicht als Teil eines Sets mehrerer Sonaten, wie es üblich war. Zwei Jahre später schrieb er die Sonate Nr. 8 als dritte und letzte eines Bündels von drei. Sie ging als „Pathétique“ in die Geschichte ein und läutet eine neue Ära ein. Hier scheint Beethoven seine eigene Stimme gefunden zu haben. Zwischen den beiden Sonaten spielt Alexander die sechs gefühlvollen Klavierstücke, die Brahms fast hundert Jahre später seiner Herzensfreundin Clara Schumann widmete. Es ist die letzte Musik, die der alte Meister für Klavier schrieb.
Das große Talent von Alexander Declercq wurde mehrfach bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, was die Tür zu prestigeträchtigen Sälen in und außerhalb Europas öffnete.