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Agamemnon: The Circle of Blood Theater

Agamemnon: The Circle of Blood

Mi., 17. Juni 2026 · 19:00
Espace Lumen, Brussels
€15–35
Uraufgeführt und präsentiert von der legendären La MaMa Experimental Theatre Club, hat sich die Produktion schnell an der Schnittstelle von Theater, Kino und dokumentarischer Performance positioniert und starke Publikumsreaktionen und kritische Aufmerksamkeit für ihre kompromisslose politische und ästhetische Sprache auf sich gezogen. Nach ihrer Weltpremiere in New York wurde die Produktion zu großen internationalen Plattformen eingeladen, darunter die Eröffnung des Ancient Drama Festival des National Theatre of North Macedonia, das New Drama Festival in Bratislava sowie bevorstehende Präsentationen im Parkteatren / City Theatre Stockholm, London, und Brüssel. Was als radikale Neulektüre von Aischylos’ Tragödie begann, hat sich zu einem grenzüberschreitenden Bühnenwerk entwickelt, das den antiken Mythos durch die Dringlichkeit zeitgenössischer Geopolitik neu rahmt. Angesiedelt in einer westlichen Nachkriegslandschaft, konfrontiert Agamemnon: The Circle of Blood die Nachwirkungen von Konflikten, in denen Machtsysteme in emotionale und moralische Erschöpfung kollabieren und Geschichte zu einem gelebten, gegenwärtigen Trauma wird. Die Produktion verschmilzt Live-Performance, filmische Sprache und Zeugnismaterial, das in Vertreibungsnarrativen verwurzelt ist, und schafft eine hybride Form, die die Grenze zwischen Bühne und Leinwand auflöst. Im Kern erscheint Clytemnestra nicht als festes tragisches Archetyp, sondern als gebrochene zeitgenössische Figur – Mutter, Exilantin, Grenzsubjekt, politischer Körper –, die ständig ihre Identität wechselt auf der Suche nach Handlungsfähigkeit und Wahrheit. Rafika Saouiss führt diese Transformationen live auf der Bühne aus und konstruiert einen vielschichtigen Monolog, der zwischen intimen Zeugnissen und kollektivem Gedächtnis oszilliert. Die filmische Dimension des Werks erweitert dieses Universum weiter: Manos Vakousis erscheint als Agamemnon, Samuel Akinola als Herold und Kris Rantanof als Aigisthos, wodurch ein kontinuierlicher Dialog zwischen Live-Präsenz und gefilmter Realität entsteht. Seit ihrem Debüt wurde die Produktion für ihre kompromisslose Verschmelzung von dokumentarischer und theatralischer Form anerkannt und definiert die antike Tragödie als zeitgenössischen Raum politischer Brüche und menschlicher Vertreibung neu. Wie die Kritikerin Yohanna M. Roa schrieb: „eine Doku-Fiktion-Performance, die die Geschichte von Agamemnon in ein zeitgenössisches Schlachtfeld verwandelt – wo das Leben selbst als Kriegszone erlebt wird.“ Rafika Chawishe, eine internationale Schauspielerin, bekannt für ihre Arbeit auf Bühne und Leinwand – darunter Das zweite Attentat (Amazon Prime), Miss Violence (Venice Film Festival) und Glykanisos –, entwickelt weiterhin eine unverwechselbare künstlerische Stimme und baut ein Werk auf, das über Grenzen, Sprachen und gebrochene Geschichten hinweg spricht.
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Veranstaltungsort
Espace Lumen
Ch. de Boondael/Boondaalse Steenweg 36, 1050 Brussels
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