Au centre de la place Rogier (devant l’entrée principale du Starbucks), Brussels
€10–15
Faire de Bruxelles eine große Dienstleistungsstadt, europäische Hauptstadt am Kreuzungspunkt internationaler Ströme: Das ist das Wirtschafts- und Stadtentwicklungsprojekt, das nach dem 2. Guerre Mondiale in Arbeit war. Das historische Stadtzentrum, das Leopold-Viertel, die Boulevards des kleinen Rings, die Bahnhofsviertel, die ganze Stadt ist von dieser Bewegung der Zerstörung und städtebaulichen Modernisierung betroffen. Heute werden die großen Arbeiten, die in dieser Zeit durchgeführt wurden, gemeinhin als „Brüsselisierung“ bezeichnet, d. h. die brutale Umgestaltung und funktionale Aufteilung der Stadt auf Kosten ihrer Bewohner. Diese funktionalistische Vision, die vom traditionellen Stadtgefüge losgelöst ist, wurde historisch von der ARAU angeprangert.
Mehr als ein halbes Jahrhundert später ist die Brüsselisierung ein Erbe, mit dem man irgendwie zurechtkommen muss. Die Bauten der damaligen Zeit stellen ein wichtiges architektonisches Erbe für Brüssel dar, auf das man setzen muss, um diese Viertel wieder mit Urbanität zu beleben. Dennoch überzeugen die Vorschläge der öffentlichen Hand zur Förderung der funktionalen Mischung kaum, da sie veraltete Methoden und Projekte reproduzieren.
Welches Erbe soll man also der Brüsselisierung hinterlassen? Und welchen Fallstricken müssen wir uns heute für die Zukunft dieser Viertel stellen? Das sind die Fragen, die wir während des Besuchs zu beantworten versuchen werden!