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遊戯Yugi Nr. 3 (AT) Theater

遊戯Yugi Nr. 3 (AT)

Do., 25. Feb. 2027 · 20:00
Kaaistudios, Brussels
Hanako Hayakawa untersucht in ihrem neuesten Tanzstück die politische Ästhetik des . Sie interessiert sich insbesondere für das Bild des „kleinen Mädchens“, gefangen in normativen Schemata, das aber nicht aufhört, die Grenzen dieser Systeme zu überschreiten. Das Werk bezieht sich auf Yugi to Shōka (Spiele und Lieder), ein japanisches Magazin, das seit Beginn des 20. Jahrhunderts pädagogisches Tanzmaterial für Studentinnen anbot. Das Magazin präsentierte Choreografien, die vom westlichen modernen Tanz beeinflusst, aber in den japanischen imperialistischen Kontext übertragen wurden. Die Freude, die von den Körpern dieser Mädchen ausgeht, scheint die gesamte Gewalt, die ihnen gleichzeitig zugefügt wird, aufzuheben. Das „Cuteness“ ist ambivalent, sowohl damals als auch heute. Es stellt die bestehende Ordnung nicht in Frage, sondern zieht im Gegenteil Nutzen daraus. Das junge Mädchen dient als Paradigma unserer Aufmerksamkeitskultur und ist weder an Geschlecht noch an Alter gebunden, sie ist ein Subjekt, das durch Selbstdarstellung auf den Plattformen überlebt, die inzwischen unser soziales Leben organisieren, und deren Bild als Waffe eingesetzt werden kann. Hawakayas Körper selbst wird zu einem Terrain, auf dem sich all diese Genealogien des „jungen Mädchens“ kreuzen und wo sie „Cuteness“ als eine taktische Form der Subjektivität experimentiert: dort, wo Verlangen, Sanftheit, Ambivalenz und Brüche verschärft werden. Die niedliche Oberfläche erweist sich als von Gewalt durchdrungen und die Gewalt von Freude. Das Stück setzt die Körper in Dialog mit den Blicken und den Texten, die auf sie projiziert werden. Hawakaya verwandelt sie in spielerische und autonome Bewegungsformen, die die Machtstrukturen subtil stören. • Hanako Hayakawa (geboren 1995 in Nagano) ist eine Tänzerin und Künstlerin, die in Berlin lebt und arbeitet. Basierend auf ihrer Erfahrung als Tänzerin und Performerin konzentriert sich ihre künstlerische Praxis auf das Konzept des „medialisierten Körpers“ – der Körper, der sieht, und der Körper, der gesehen wird. Sie beleuchtet durch dieses Prisma die Perspektiven und Beziehungsdynamiken innerhalb sozialer Machtstrukturen. Zu ihren Hauptwerken gehört Lurker, präsentiert im TOKAS, Tokio (2021), im DESINGEL, Antwerpen (2024) und in den Sophiensaelen, Berlin (2025). Sie hat als Tänzerin mit internationalen Künstlern zusammengearbeitet, darunter Tino Sehgal, Leiko Ikemura, Benjamin Abel Meirhaeghe, Miet Warlop, Emmilou Rößling, Simon Van Schuylenbergh, Kazumichi Komatsu und Tetsuya Umeda.
Weitere Termine
Do., 25. Feb.Fr., 26. Feb.
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Veranstaltungsort
Kaaistudios
O.L.V. van Vaakstraat 81 Rue Notre Dame du Sommeil 1000 Brussels Belgium, 81, 1000 Brussels
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