Ik ben een boom ist eine intime, forschende Reise zu Männlichkeit, Vaterschaft und dem Erbe unserer (Vor-)Väter. Wanneer Jozefien Mombaerts Mutter eines Sohnes wird, stößt sie unerwartet hart auf die Strukturen des Patriarchats und die hartnäckigen Rollenbilder, die unsere Vorstellungskraft bestimmen. Was bedeutet es heute, einen Jungen zu erziehen? Wo finden wir Alternativen zu den lautesten Stimmen in der Debatte? Und welche alten Vaterbilder tragen wir unbewusst mit uns herum: den Vater, der lauter schweigt als atmet, den emotional nicht verfügbaren Vater, den betrunkenen Vater? Durch den weiblichen Blick versucht sie, die Vorstellung von Männlichkeit aufzubrechen, während sie sich gleichzeitig ehrlich über ihre eigenen Ängste, Wünsche und Zweifel äußert.
Klang und Musik
Zusammen mit Joeri Cnapelinckx macht sie diesen musikalisch-literarischen Roadtrip. Jozefien arbeitete sowohl für Een Pleidooi für Zelfmoord als auch für Gij zijt het zusammen mit Joeri Cnapelinckx als Musikerin. Joeri schafft es immer, je nach dramaturgischer Notwendigkeit die richtige Atmosphäre zu schaffen oder die Antwort auf unbeantwortete Fragen durch Klang und Musik zu suggerieren. Alles, was im Text nicht gesagt wird, bekommt auf diese Weise einen Platz. Er macht keinen Soundtrack, der die Vorstellung bedient, er erschafft mit die Welt für die Geschichte.
Können wir uns einen anderen Mann vorstellen und trauen wir uns, ihm den Raum zu geben, zu wachsen?
-------------------------
Diese Vorstellung ist Teil des Themas Man man man. Ein Programm über Männlichkeit in all ihren Formen.
Jungen, Männer, Väter und Söhne stehen an einem Wendepunkt. Alte Männerbilder werden in Frage gestellt, während neue Formen von Männlichkeit noch in der Entwicklung sind. In diesem Programm erforschen wir Fragen und Antworten, um gemeinsam zu einer gesunden, inklusiven und freien Art, Mann zu sein, zu gelangen.