Es gibt einen Mann und eine Frau. Sie lieben sich.
Es gibt das Meer.
Er beschließt, alleine auf einem Segelboot auf eine Reise ins Unbekannte aufzubrechen.
Sie bleibt an Land. Sie verabschieden sich unbeholfen. Er legt ab und verschwindet hinter dem Horizont.
Von diesem Moment an existieren sie in zwei verschiedenen Realitäten, verbunden und getrennt durch dasselbe Element: das Meer.
Es gibt sein Leben auf dem Wasser: die Weite, die Einsamkeit, die mentale und körperliche Anstrengung, die gewaltsame Kraft des Wetters und der Wellen.
Es gibt ihr Leben an Land: die täglichen Pflichten und Interaktionen und die unausgesprochene Frage, warum er sich entschied zu gehen – ins Nirgendwo.
Nach und nach verlieren sie den Kontakt zueinander.
Keiner von beiden weiß, wie es dem anderen geht.
Dann zieht ein Sturm auf.
Es gibt kein Entkommen.
Der Ozean setzt sich durch.
Der Ozean übernimmt.
The Breton Autor Marie Dilasser hat ein fesselndes Stück über ein Paar geschrieben, bei dem der Mann beschließt, zu einem Solo-Segeltörn um die Welt aufzubrechen. Während er dem Ozean trotzt, bleibt sie an Land zurück. Von diesem Moment an leben beide in getrennten Welten.
„Océanisé-e-s“ wirft wesentliche Fragen über unsere Beziehung zum Meer auf. Was treibt jemanden dazu, alleine Richtung Horizont zu segeln? Ist diese Sehnsucht eine Suche nach Freiheit oder eine Form von Hybris? Und wie verhalten wir uns zu einem Ozean, der unter dem Druck von globaler Erwärmung, Verschmutzung und Überfischung steht – und zu den vielen Menschen, die zu Unrecht darin ertrunken sind?
Das Sounddesign und die Musik von Eric Sleichim (Bl!ndman) verleihen dem Stück eine zusätzliche Ebene. Durch sorgfältig ausgewählte Klänge und Texturen schafft er eine Atmosphäre von Intimität, Spannung und Bewegung, sodass sich der Ozean wie eine greifbare Präsenz anfühlt. ...
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