Auf drei silberne Bildschirme projiziert, tanzen maskierte Figuren an einem verlassenen, mit Schnee bedeckten Strand. Sie tanzen inmitten der Überreste einer Welt, die zu Ende gegangen zu sein scheint. Sie machen Cheerleading, führen Pas de Bourrée aus und bewegen sich in dieser namenlosen und zweideutigen Zukunft. Während sich der Tanz auf dem Bildschirm unendlich wiederholt, tauchen andere Erscheinungen in der Dunkelheit des Theatersaals auf. Bildschirm und Bühne, Video und Text, Video und Tanz verschmelzen. Inspiriert von der Vorstellung der Doorscapes von Rita Lucarelli – ein Begriff, der die zahlreichen Türen und Wächter bezeichnet, die in der ägyptischen Grabikonografie dargestellt sind – entführt uns Noha Ramadan in die Innenwelt einer Figur, die mit monumentalen Kräften und Erzählungen kämpft, und schlägt uns eine Choreografie aus Bildern und Stimmen in Bewegung vor, die aus einer traumhaften Pop-Horror-Sequenz zu stammen scheinen. • Noha Ramadan (1979) ist eine ägyptisch-australische Choreografin, Performerin und Lehrerin. Gestützt auf eine lange Praxis der Improvisation im Bereich des Tanzes, kreiert sie Spektakel und organisiert Veranstaltungen mit anderen Künstlern. Ihre Arbeit verwendet eine entschieden filmische und poetische Sprache, die versucht, die Fähigkeit des Körpers zur Transformation auszudrücken, und stellt das Postulat unserer geteilten Realität in Frage. Noha Ramadan lebt in Amsterdam, wo sie Teil des Kollektivs Jakoozi ist.