Auf der Bühne steht eine Gruppe von 34 Spielern. Sie gehen den Kampf mit sich selbst an. Sie sitzen fest und fühlen sich allein, wie jeder von uns sich manchmal fühlt. Tiro-Tora, ein Begriff, der im Taekwondo „Umkehr“ bedeutet, geht von den Fragen aus: „Wann hast du um Hilfe gebeten?“ und „Wann hast du keine oder falsche Hilfe bekommen?“.
Die Spieler sind von Cie Tartaren, einem Ensemble aus nicht-professionellen Machern und vom Katarsis Centrum für Suchthilfe. Ihre Geschichten erhalten Form in einer kollektiven Körperlichkeit, in der sich die Erfahrung des „Alleinseins“, andere finden und durch Urteile brechen entfaltet. Das Ergebnis ist eine kraftvolle, physische Vorstellung, die dich knock-out zurücklässt.