Austin Noll wuchs in Lawrence, Kansas, auf und wohnt jetzt in New York. Unter dem Namen Tracey Nelson macht er Indierock, der irgendwo zwischen Jangel-Gitarren, Country und Selbstironie balanciert.
Seine selbstbetitelte EP aus 2025, produziert von MJ Lenderman, war eine der leisesten Entdeckungen des Jahres: fünf Lieder, die zurückgingen zum klassischen antipodischen Jangel von Bands wie The Clean und Dick Diver, mit Texten, die ebenso klar wie selbstrelativierend waren.
Dieses Jahr folgt das Debütalbum Hercules auf K Records/Perennial, erneut koproduziert von Lenderman und Colin Miller, und mit einer Besetzung, die unter anderem Wednesdays Karly Hartzman und Gitarrist Jack Kraus umfasst. Das Album gibt mehr Raum, atmet mehr und lehnt sich etwas weiter Richtung Country, ohne den Kern von Nolls Schreibstil zu verlieren. Das Seil zwischen Melancholie und Freundlichkeit, er läuft es mit auffallend wenig Aufwand.
Für Fans von MJ Lenderman, Greg Freeman, mildred.