Lee Miller. (Kriegs-) Fotograf und Journalist, Topmodel, Covergirl und Alkoholiker. Missbraucht, verachtet, verehrt und weggeworfen. Und dann ist da jenes eine Foto: ‚Lee in der Badewanne von Hitler‘. Was beseelte Lee, um in das Apartment von Hitler zu betreten und sich zu reinigen in der Badewanne des Teufels? Die Vorstellung beginnt am Moment, dass sie in ihren stinkenden Kleidern, wo die Leichengerüche von Dachau noch in erstickt saßen, für die Badewanne von Hitler steht.
In einem Strom von Gedanken nimmt Lee Miller den Zuschauer mit in ihre Annäherung von Fotografie, in ihren Blick auf ihren eigenen Körper und Schönheit, die so oft als Objekt wurden betrachtet. Sie beschreibt Kriegsbilder, die sie fotografierte, ihren Kampf mit dem Grauen und das Handwerk, auf Suche nach Schönheit oder Echtheit, absurde Gedanken über Hitler und seine Frau Eva Braun, über ihre Pariser Verbindungen mit den Avantgarde-Künstlern, ihre Beziehung mit Man Ray, den Missbrauch, der ihr überkam, die schmerzhafte Behandlung, Lee’s Vater, der sie schon von jung an fotografierte und die Albträume, die sie verfolgten.
Lee Miller in Hitler’s Badewanne ist kein biografisches Porträt von Lee Miller, aber benutzt eine Anzahl Momente aus dem Leben von Lee Miller, um ein Porträt zu machen einer Frau im Schatten von so vielen berühmten und berüchtigten Männern.
Lee Miller in Hitlers Badkuip ist kein historisches noch biografisches Porträt von Künstler Lee Miller und muss gesehen werden als Fiktion, worin faktische historische Ereignisse mit fiktiven Elementen kombiniert werden. Die Interpretation des Charakters Lee Miller ist basiert auf künstlerischen Wahlen und der Vision von Jan Lauwers und kann unterscheiden von historischer Dokumentation oder Biografien. Manche Dialoge, Situationen und Interaktionen sind erfunden.
Nicht offiziell anerkannt durch die Lee Miller Archives.