MARS 2064 - Joke Emmers, Boris Van Severen, Nico Sturm u.a.
Do., 25. Feb. 2027 · 20:00
Gemeenschapscentrum De Wouwer, Ravels
€23–30
Als aufgrund von Krieg, Erwärmung, aufständischer KI und Geschlechts-Fehllabelung die Lebensbedingungen auf der Erde immer unmöglicher zu werden drohten, wurde 2060 beschlossen, eine Siedlungs-Raumstation auf dem Mars zu bauen. Vier Jahre später wird ein Team von Wissenschaftlern (zusammen mit tausenden befruchteten Eizellen) zum Mars geschickt, um dort die menschliche Zivilisation von Grund auf neu aufzubauen.
Als jedoch (zu Beginn des Theaterstücks) das Quartett auf dem Mars ankommt und sie aus ihrer Gefrierzelle erwachen, erhalten sie die Nachricht von der Erde, dass inzwischen ein besserer Planet für den Neustart der Zivilisation gefunden wurde und ihre Mission nicht mehr wichtig ist. Aber ihr Flug zum Mars war ein One-Way-Ticket.
Hier sitzen sie nun. Einem unmöglichen Planeten entflohen für… ein sinnloses Dasein. Wartend auf Godot, aber es sei denn, Godot hat ein Raumschiff, werden sie sehr lange warten müssen. Das Quartett versucht dennoch, das Beste daraus zu machen und die Grundpfeiler einer neuen Gesellschaft aufzubauen.
Schon bald wird deutlich, dass das komplette Neudefinieren einer neuen Gesellschaft in der Praxis doch etwas weniger offensichtlich ist, als sie in der Theorie dachten. Basieren sie sich auf die Vergangenheit, versuchen sie wirklich etwas Neues? Ist eine Utopie eine Utopie? Können aus der Vergangenheit gewonnene Erkenntnisse wirklich Weisheit für die Zukunft bieten oder sind wir dazu verdammt, immer wieder dieselben Fehler zu machen, egal auf welchem Planeten wir uns befinden?
Vier Menschen, ein mürrischer Roboter BEL.a und eine Kontaktperson auf der Erde, die einen immer größeren Mangel an Interesse an dem Fünfer zu zeigen beginnt. Vier Individuen, nicht in der Lage, eine Gruppe zu bilden, geschweige denn eine Gesellschaft.
Mars 2064 ist eine tragikomische Suche danach, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.