Heretoir war schon immer reine Emotion. Der Schmerz des modernen Lebens in Musik gefasst.
Mit ihrem vierten Longplayer „Solastalgia“ arbeiten sich die deutschen Post-Metal-Größen bis zu ihrem innersten Kern vor und liefern ihr bisher wohl verletzlichstes und zugänglichstes Album ab. Solastalgia beschreibt die Trauer über den Verlust der natürlichen Welt, und die bloße Existenz eines solchen Begriffs entlarvt auf brutale Weise unsere Entfremdung von diesem Planeten. Während sich einige Songs des Albums mit Umweltthemen befassen, konzentrieren sich andere auf persönliche Gefühle und die Herausforderungen der menschlichen Existenz in einer sich schnell verändernden Welt. Und doch erweist sich die verzweifelte Schönheit von „Solastalgia“ als eine unerwartete Quelle des Trostes.
Heretoir sind bereits durch Europa und Asia and Latin America getourt und haben an der Seite von Acts wie Alcest, Killswitch Engage oder Kalmah gespielt und können es kaum erwarten, zur Unterstützung ihres neuen Albums wieder auf Tour zu gehen. Nachdem sie auf „Nightsphere“ ihre dunkle und grimmige Seite erkundet haben, schlägt ihr Stil nun eine etwas andere Richtung ein: Die Songs von „Solastalgia“ decken ein breites Spektrum von Modern Metal über Black Metal bis hin zu Post Rock und sogar Screamo ab. Wie auch immer man es nennen mag: Im Grunde ist dies reine Melancholie und ein Funken Hoffnung in völliger Dunkelheit.
Unreqvited
Unreqvited begann 2016 mit der Veröffentlichung ihres Debüt-LPs „Disquiet“ (Pest Productions). Es folgten 2018 „Stars Wept to the Sea“ (Avantgarde Music) sowie „Mosaic I“ (Northern Silence Productions). Unreqvited unterschrieb dann einen 5-Alben-Vertrag beim deutschen Dark-Music-Label Prophecy Productions und veröffentlichte 2019 „Mosaic II“, 2020 „Empathica“ und 2021 „Beautiful Ghosts“.
2025 erschien „A Pathway to the Moon“, eine bedeutende klangliche Weiterentwicklung, die stark mit Blick auf die Live-Show konzipiert wurde, eine gewagte und neuartige Erkundung in ein überwiegend lyrisches Reich unternahm und vom traditionellen Unreqvited-Sound abwich.
Unreqvited gab 2023 sein Live-Debüt und tritt seitdem in ganz North America auf, um sein atmosphärisches Klangbild einem breiten Publikum näherzubringen. Mit dem Engagement, so ausgiebig wie möglich zu touren, zielt das Projekt darauf ab, seine Präsenz in den kommenden Jahren weltweit auszubauen.
Nidare
Nidare erschaffen einen Sound, bei dem atmosphärische Klanglandschaften auf die rohe Intensität von Post-Black-Metal treffen, inspiriert von Deafheaven, Der Weg einer Freiheit, Amenra and Oathbreaker, während sie gleichzeitig eine ganz eigene, unverwechselbare Stimme entwickeln. Geprägt von kontinentalübergreifenden Wurzeln und dem gemeinsamen Drang, die Grenzen des Genres zu verschieben, bewegt sich die Berliner Band mit beeindruckender emotionaler Tiefe zwischen atmosphärischer Spannung und viszeraler Schwere.
Nach einer DIY-Demo im Jahr 2019 und einer Split-Veröffentlichung mit Welk, Argon and Lazar, hinterließ Nidare mit ihrem Debütalbum Von Wegen (2022) über Through Love Records einen starken Eindruck, gefolgt von Naehe und Flackern und der 2024er EP Es laesst nicht los, ich jedoch laengst. Mit über 120 Shows in ganz Europa haben sie sich einen Ruf für kathartische Live-Auftritte und einen kompromisslosen Ansatz zum Post-Black-Metal erarbeitet.
Nun verstärkt durch den Sänger Christopher, die Bassistin Yaryna und den Gitarristen David, erweitert Nidare ihren Sound mit neuen Schichten und erneuerter Energie. Ihr zweiter Longplayer, aufgenommen 2026 und für Anfang 2027 geplant, markiert das nächste Kapitel für eine Band, die sich stetig als überzeugende Kraft in der zeitgenössischen Metal-Landschaft etabliert.