Clara und Martin haben gerade ihr Haus renoviert. Um das zu feiern, laden sie ihren guten Freund Bernard ein. Stolz zeigen sie ihm ihr neues Interieur voller Objekte, die zwischen Design und völligem Unsinn schippern: von einem antiken Lederschwein bis zu einem elektrischen Walnussschäler. Clara und Martin sind bei den neuesten Trends dabei, ihr Sohn macht es fantastisch in der Schule, ihr Sexleben ist spannender als je zuvor. Aber sie machen sich Sorgen um ihren Freund, Bernard. Er ist Schriftsteller, veröffentlicht aber kaum. Er arbeitet in einer Fabrik, hat keine exklusive Musiksammlung und will keine Kinder. Was als ein scheinbar gemütlicher Abend beginnt, entartet schon bald in eine verzweifelte Suche des Paares nach der Bestätigung ihrer Existenz. Aber in dieser Suche werden sie gnadenlos mit der Leere ihres materiellen und bürgerlichen Lebens konfrontiert. Housewarming ist eine zeitlose Satire über ein Paar, das ein Gespräch führt, das eigentlich kein Gespräch ist. Wir sehen die Sezierung zweier zutiefst unglücklicher Menschen, die unter den erstickenden Erwartungsmustern leiden, die die Gesellschaft ihnen auferlegt. Ein Paar, das eine Identität aufbaut anhand dessen, was sie besitzen, was sie erleben, was sie tragen… Aber was ist so eine Identität wert, wenn man niemanden hat, um all das zu zeigen? Mit Anna De Graeve, Kes Bakker und Toon Acke (Konzept, Spiel und Textbearbeitung), Willem de Wolf und Carine Van Bruggen (Coaching), Gilles Pollak (Lichtdesign), Ilja Van Vlierberghe (Technik), Benoît Vanraes (geschäftliche und dramaturgische Beratung), Kristof Van Baarle (theoretische und dramaturgische Beratung), in Zusammenarbeit mit NTGent und KASK Drama, mit Dank an Matterhorn VZW, de Roovers, tg STAN, Bardia Mohammad, Valerie Desmet, Frederik Le Roy, Simon De Winne, Arsenaal/Lazarus, LaGeste, Capture management, HoGent