Die Ausstellung erörtert zunächst die strukturellen Grundlagen des europäischen Kolonialismus. Sie befasst sich dann damit, wie europäische Länder ihre Macht nach dem Zusammenbruch ihrer Imperien behielten und welche Folgen dies für die neu unabhängigen Länder hatte. Abschließend lädt sie dazu ein, darüber nachzudenken, wie die Kolonialgeschichte die heutige Gesellschaft weiterhin prägt.
Nach dem Seconde Guerre Weltkrieg schien die Kolonialherrschaft zusammenzubrechen. Von 1945 bis zum Ende des 20. Jahrhunderts befreiten sich mehr als 80 Kolonien von der europäischen Herrschaft und erklärten ihre Unabhängigkeit. Nach Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten des Widerstands gegen brutale Unterdrückung schienen ihre Siege einen entscheidenden Bruch mit der Vergangenheit zu markieren. Doch der Schein kann trügen.
Wie prägt die koloniale Machtmatrix – die Ideen, Ereignisse, Ungleichheiten und Ungerechtigkeit des Kolonialismus – die heutige Welt weiter?
Originalkunstwerke, historische Objekte und persönliche Erzählungen begleiten das Publikum durch diese auf europäischer Ebene unverzichtbare Reflexion.