Was wäre, wenn Charlie Chaplins Modern Times heute verfilmt würden? Nicht in einer Fabrik, sondern im Bereich der Künste? Zusammen mit Femke Gyselinck, Maya Mertens (Vieze Meisje), Jeroen Van der Ven and Lawrence Mcguire (Hogobogobogo) erforscht Ferre Marnef, was Kapital innerhalb des flüssigen Arbeitsmodells des heutigen Freiberuflers bedeutet. Die Vorstellung ist eine visuelle und klangliche Collage, die die Gegenwart auf die Bühne zerrt: die Stadt als Maschine, der Künstler als Marke. Gefangen zwischen Funktionieren und Scheitern sucht das Team von Aggressively Modern Times nach Wegen, der polierten Logik der Kreativwirtschaft zu entkommen. Eine Hybridform aus Konzert und Vorstellung und gleichzeitig eine sanfte Punk-Geste gegen Rules of Art.