Ein sonniger, gewöhnlicher Morgen. Zwei Schüler holen während der Mittagspause Waffen aus ihrer Schultasche und richten in der Schulbibliothek und der Kantine ein wahres Blutbad an. Immaculata folgt dem Bericht von vier Jugendlichen während der letzten Nacht (und Morgen) ihres Lebens. Sie sprechen über junges Glück. Oder Unglück. Über freudige Erwartungen. Oder das Fehlen davon. Aber im Hintergrund klingen stets die näherkommenden Schritte bewaffneter Mitschüler, die auf dem Weg sind, all diesem Staunen über dieses Leben abrupt ein Ende zu machen. Dieser rhythmische Text aus 2004 basiert auf dokumentarischem Material der Highschool-Shootings in Columbine und Erfurt. Fast forward nach jetzt: in unseren Zeiten von Online-Hass und Radikalisierung erweisen sich 1 von 3 Verdächtigen in belgischen Terror-Dossiers, in denen von Gewalt die Rede ist, als minderjährig. Beunruhigend. Zwanzig Jahre nach der ursprünglichen Aufführung untersuchen wir den Text mit einer neuen Generation junger Spieler, Musiker und Publikum neu. „Es ist beeindruckend, wie so viele Bilder hervorgerufen werden können, mit solch auffälliger Nüchternheit an Mitteln und Stil. Das ist doch schon harter Stoff.“ — Pol Arias, Radio 1 Text: Stijn Devillé & Adriaan Van Aken Regie: Sara Vertongen Dramaturgie: Els Theunis Muziekregie: Ephraïm Cielen Spel: Mathisse De Sutter, Lena Devillé, Omar Ouali und Polly Zuydwijk Muziek: Jip Arickx & Frauke Van Havermaet Scenografie: Christophe Aussems Kostuums: Joëlle Meerbergen Assistent Dramaturgie: Jenske Eeckhout Deze Produktion kommt zustande mit der Unterstützung der Tax Shelter Maßnahme der belgischen föderalen Regierung und Gallop Tax shelter