Auch heute noch wachsen viele Jungen auf, indem sie in ihre Kinderrüstung die Fähigkeiten und Tugenden integrieren, die von „einem Mann“ erwartet werden. Männlichkeit ist oft die einzige Partitur, die sie spielen dürfen: ihre Codes, ihre Regeln, ihre Gebote, ihre Prädationen – ohne jemals die Natur des Szenarios zu hinterfragen. Viele Männer tun sich dann schwer, deren Farbe wahrzunehmen, und spielen weiterhin die patriarchale Partitur – und berauben sich so der Möglichkeit, anders zu handeln, zu leben und zu lieben.
Um weiterzugehen: Gesprächskreis über Männlichkeit
Um 17 Uhr diskutieren wir in gemischter Runde über Männlichkeit und ihren Platz in unserer Gesellschaft.
7€ (Apéro-Tapas)
Wie eine Einladung an jeden, der aus dem Szenario ausbrechen möchte, leiht sich TENDRE FEU – boys don’t cry vom Music-Hall seinen Prunk, von den Brettern ihre Schlichtheit. In einer Live- und Musiktheatralik erobern sieben junge Schauspieler*innen die Bühne, um das Spektrum der männlichen Unterdrückung zu entzaubern. Durch ein fleischliches, lebendiges und zerbrechliches Ritual erzählen sie auch eine Geschichte der Heilung: indem sie das Theater zu einem Ort machen, an dem sich unsere Erfahrungen aufrichten, rekonfigurieren; wo die Machtfiguren aufeinanderprallen, sich abwenden, sich manchmal bewohnen lassen – wie so viele karnevaleske Masken, die man ausstellt, um sie besser zu entwaffnen.
Inszenierung Romain David – Avec Auguste Bercker, Théo Bisinella, Envel-Oan Bodinier, Selma Goueygou Ganantchian, Valentin Martin, Ségolène Neyroud, Giulia Rzewski – Musikalische Leitung Ségolène Neyroud – Dramaturgie Leïla Chaarani – Tanz & Körperlichkeit Marco Labellarte – Kollektives Schreiben – Regieassistenz Olivia Harkay – Live-Musik Ségolène Neyroud (Klavier), Théo Bisinella (Akkordeon), Selma Goueygou Ganantchian (Flöte) – Gesamtregie und Lichtkreation Stéphan Hennaut – Tonregie Célia Navé – Szenografie- und Kostümverstärkung Sophie Warnant – Produktion, Verwaltung und Verbreitung Wirikuta, Laetitia Noldé, Raphaëlle Bracq – Coproduction Théâtre der Martyrs
Avec mit Unterstützung von Théâtre Joliette (Marseille), Théâtre de Liège, Maison Culturelle d’Ath, Centre Culturel d’Uccle.
Mit Unterstützung der Tournées Art und Vie.