Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Ära. Kein schöner Ort. Das Alte wird zerstört werden und niemand weiß, was an seine Stelle tritt. Die demokratischen Regeln bringen Autokraten an die Macht, Demonstrationen haben keinen Effekt. Ein lähmendes Gefühl der Machtlosigkeit lässt den Mut in die Schuhe sinken.
Währenddessen leben sich unsere individuellen Leben aus. Wir machen Karriere. Gehen mit Menschen ins Bett. Es kommen Kinder. Wir versuchen eine offene Beziehung, aber es funktioniert nicht wirklich. Also spüren auch wir in unseren individuellen Leben das Unbehagen der Schwelle. Der eine will mit der Evolution weitermachen, der andere will zurück in eine gute alte Zeit. Und die Geschichte? Sie rast voran.
In der Theatervorstellung Moeder Theresa was razend! stehen vier Individuen - Tine Embrechts, Peter De Graef, Tine Embrechts & Bruno Vanden Broecke - an der Schwelle. Und das ist schrecklich lästig, urkomisch und berührend, wie das menschliche Leben im Grunde schon immer war.