„Ich habe Amoeba vor einem Jahr spielen sehen und es wirkte, als würden sie buchstäblich ein musikalisches Spiel spielen. Sie brachten sich gegenseitig zum Stolpern, fingen sich auf und überraschten einander. Das alles, während ein sichtbares Grinsen auf den Gesichtern der Musiker lag.“ - Programmator Adia
Vorig Saison blies die spitze Saxophonistin Signe Emmeluth unseren Club während Paal Nilssen-Love Circus noch um. Nun kehrt eine der stärksten Bläserinnen der skandinavischen Impro-Szene mit ihrem eigenen Quartett Amoeba zurück. Zusammen mit ihren Mitmusikern bildet sie einen fast telepathischen Organismus, der ständig die Form verändert. Ihre Musik ist radikal offen und verspielt: von flüsterleise und zerbrechlich bis hin zu einer totalen Energieexplosion.
Anschließend zieht die norwegische Psych-Jazz-Gruppe Møster! alle Register. Frontmann und Saxophonist Kjetil Møster – der im Dezember noch mit Gard Nilssen Acoustic Unity beeindruckte – liefert hier rohe, brodelnde Energie. Denken Sie an die grenzenlose Improvisationslust der 70er-Jahre Miles Davis, angetrieben von beschwörenden Trance-Grooves und kräftigen Psych-Rock-Riffs. Nach fünfzehn Jahren gemeinsamen Spielens navigieren sie blind zwischen aufpeitschenden Eruptionen und langsamen, meditativen Sphären. Ein absoluter Traum für Liebhaber von sowohl abenteuerlichem Jazz als auch dampfendem Rock.
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