Eine Tragödie über eine Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein Kind, aber in einer Ehe feststeckt, in der es vor allem um Besitz, Ehre und… Schweigen geht. In einem spanischen Dorf, in dem jeder zuschaut, ist Kinderlosigkeit keine Privatsache, sondern ein kollektives Urteil. Wie gehen 92 Jahre später zweiundzwanzig Schauspieler aus ebenso vielen Ecken der Welt in Belgien damit um? Im Jahr 1934 schrieb Federico García Lorca „Yerma“: Yerma will leben. Ihr Mann Juan will Ruhe. Das prallt aufeinander. Hart. Fast forward: 92 Jahre später. Belgien. Zweiundzwanzig Schauspieler aus ebenso vielen Ecken der Welt. Und „Yerma“ liegt wieder auf dem Tisch. Oder besser gesagt: wird aufgebrochen. Was folgt, ist ein kontrolliertes Chaos aus Stimmen, Hintergründen und Fragen. Was bedeutet Yerma heute? Was ist sozialer Druck? Sie sehen eine Probe. Oder eine Aufführung. Oder Schauspieler, die versuchen, einen Klassiker zu spielen und dabei auf sich selbst stoßen. Verwirrend? Absolut. Bewegend? Manchmal. Lustig? Unerwartet oft. Kommen Sie vorbei. Zu „Yerma“. Zu den Spielern. Zum Theater, während es sich selbst ertappt.