Beeinflusst von Mendelssohn und Brahms, liefert Bruch mit seinem Premier Concerto für Violine ein absolutes Meisterwerk der Romantik. Der Erfolg dieses Werkes, das zu einem der Referenz-Violinkonzerte geworden ist, ist vollkommen verdient. Das Publikum bleibt erobert und die Solisten widmen ihm eine immense Zuneigung. „Ich spiele dieses Werk seit über 30 Jahren, aber Sie können mich noch mitten in der Nacht wecken: Ich werde es mit unendlichem Vergnügen spielen!“ vertraut Nikolaj Szeps-Znaider an. Er kennt dieses Konzert auswendig und bietet es hier in einer einzigartigen Doppelrolle als Solist und Dirigent an.
Robert Schumann zeigt anschließend seinen radikalen Innovationsgeist. Die vier Sätze seiner Quatrième Symphonie schließen sich ohne die geringste Unterbrechung an, um eine einzige große Erzählung zu bilden. Bewusst des kühnen Charakters des Experiments taufte Schumann das Werk zunächst „symphonische Fantasie“. Erst später wagte er es, mit Stolz dieser fesselnden Musik den Titel „Quatrième Symphonie“ zu geben.