Gif handelt von zwei Menschen, die versuchen, mit „dem, was nicht da ist, aber hätte da sein sollen“ zu leben. Zehn Jahre nach dem Tod ihres Kindes treffen ein Mann und eine Frau zum ersten Mal wieder aufeinander. Durch einen Brief haben sie erfahren, dass aufgrund von Gift im Boden eine Umbettung stattfinden muss. Er hat sich ein neues Leben aufgebaut. Sie kann den Gedanken an ein neues Leben nicht ertragen. Während der wenigen Stunden, die sie miteinander verbringen, tasten sie sich gegenseitig ab, und es zeigt sich, wie der große Verlust das Leben beider vergiftet hat. In einem intensiven Dialog suchen sie weiter nach diesem einen Wort; dieser einen Bewegung, in der die Vergangenheit zur Ruhe kommen könnte.