Sind wir uns der Zerbrechlichkeit unserer Demokratien bewusst? Kann eine Demokratie funktionieren, wenn wir einander nicht mehr vertrauen? In einer weitreichenden Adaption von Ilja Leonard Pfeijffers monumentaler Roman bringt Zuidpool die Geschichte des Alkibiades auf die Bühne. Niemand Geringeres als die Spitzen-Schauspielerin Sofie Decleir verkörpert Griechenlands umstrittensten Politiker, der unfähig ist, sich zwischen seiner grenzenlosen Selbstliebe und dem Gemeinwohl seines Volkes zu entscheiden. Gleichzeitig hält er uns einen konfrontativen Spiegel vor. Ist das Volk selbst in der Lage zu wissen, was gut für das Volk ist? Und wie wichtig ist uns die Wahrheit noch, wenn die Wahrscheinlichkeit wünschenswerter ist? Eine ergreifende Geschichte in einer Welt, in der der demokratische Vertrag, den wir miteinander geschlossen haben, jeden Moment zu brechen droht. Ein Einblick in ein System, das an seine Grenzen stößt, für das es aber scheinbar keine bessere Alternative gibt.