Ziggy Stardust meets Frankenstein in einem energetischen Theaterkonzert, das die Grenze zum bildenden Theater sucht. Nach ‚The Great Downhill Journey of Little Tommy‘ und ‚The only way is UP‘ suchen Boris Van Severen und Jonas Vermeulen einander erneut auf für eine dritte Konzerttheatervorstellung. Diesmal wird es eine mehr gesellschaftlich inspirierte Chronik über die faszinierende, aber herausfordernde Beziehung zwischen Mensch und Technologie, zwischen Schöpfer und Schöpfung. Ist unser Kreationsdrang unerschöpflich? Wann stoßen wir auf ihre Limits? Sind die Antworten, die das endlose Innovieren liefert, echte Lösungen oder sind sie Futter für neue Probleme, die uns in eine Sackgasse ohne Ende bringen? In Zeiten von künstlicher Intelligenz, Machine Learning und Expansionsdrang erzählt Opus Apparatus eine höchst aktuelle Geschichte über eine Gemeinschaft von getriebenen Menschen, die sich zu einer von ihnen nicht zu kontrollierenden Entität verhalten müssen, die sie zufällig kreiert haben und die immer geschichteter mit ihnen interagiert. Diese Thematik finden die Macher im Oeuvre von David Bowie wieder, das größtenteils vom Space Race in den sechziger Jahren inspiriert wurde, und vor allem in seinem Alter Ego Ziggy Stardust. Nicht nur wegen der Musik, auch die Idee eines Propheten, der Rettung bringen muss, spricht maßlos zur Vorstellungskraft. Mary Shelley’s Frankenstein schließt dann wieder nahtlos an das Verlangen nach einer Geschichte über eine menschliche Kreation an, die die Oberhand gewinnt und den Untergang einläutet.