Auf den Dächern von Tel Aviv, weit weg vom Kriegsgebiet, führen israelische Soldaten nachts geheime Gespräche mit den Filmemachern. Schritt für Schritt wird sichtbar, wie innerhalb der Armee und der Geheimdienste entschieden wird, wer ein Ziel ist, welche Technologien und Verfahren dabei eingesetzt werden und wie viele zivile Opfer ein Angriff kosten darf. Dutzende bis manchmal Hunderte palästinensische Zivilisten können dabei als akzeptabler Preis für die Ausschaltung eines einzigen Ziels angesehen werden. Damit stellt der Film die schmerzhafte Frage: Wie kann das Töten unschuldiger Zivilisten innerhalb eines militärischen Apparats so normalisiert werden, dass es nicht länger als moralisches oder juristisches Problem angesehen wird? Der Titel ist ein Akronym für Nezek Agavi (Kollateralschaden).