De Agnès Limbos
Face à Face ist eine Kreation aus Objekt- und Figurentheater, die unser Verhältnis zu Macht, Intimität und Erzählung hinterfragt, basierend auf einer einfachen Vorrichtung: einem langen ovalen Tisch.
Inspiriert von dem markanten Bild politischer Verhandlungstische – Orte der Entscheidungen, der Machtverhältnisse und des beredten Schweigens – verwandelt das Stück diesen Raum in ein poetisches und dramaturgisches Spielfeld.
Sich gegenübersitzend, stellen Agnès Limbos und zwei Spielpartner Geschichten aus gesammelten, gewöhnlichen oder ungewöhnlichen Objekten her. Aus dem Chaos der Welt herausgelöst, werden diese Objekte zu Figuren, Landschaften oder Metaphern. Sie erzählen von Liebe, Gerechtigkeit, Herrschaft, Glauben oder Einsamkeit.
Der Tisch beherbergt abwechselnd eine gestürzte Königin, mikroskopisch klein inmitten des Prunks und der Pracht großer Bankette, Geschäftsleute, die mit der Leere ihrer Dialoge beschäftigt sind, Freier mit einem nie gestillten Eroberungswunsch und vor allem Einsamkeiten.
Ein vierter Darsteller, eine Butler-Figur, lässt die Objekte zirkulieren und wacht über das Ritual der Aufführung.
Durch die präzise Geste der Manipulation und die evokative Kraft des Objekts bietet das Stück ein Theater des Details und der Fantasie, in dem das unendlich Kleine die großen Mechanismen der Welt beleuchtet.
Konzeption, Text und Spiel Agnès Limbos | Text und Spiel Denis Athimon, Samy Caffonnette, Agnès Limbos, Charlot Lemoine | Lichtgestaltung und Regie Nicolas Thill | Bühnenbau Alex Herman | Kostüme und Einkleidung der Figuren Françoise Colpé | Herstellung der Figurenköpfe Joachim Jannin | Herstellung des Hundes Odile Dubucq | Regieassistenz Orell Pernot-Borràs | Dramaturgische Beratung Michel Villée | Verwaltung und Produktion Compagnie gare centrale, Sylviane Evrard.
Soutiens Théâtre der Poudrière Neuchâtel, (CH) Westflügel Leipzig, (D) Vélo théâtre Apt(F).