Seit einigen Jahren erleben wir eine Verschärfung der Migrationspolitik. Im Jahr 2024 hat die Europäische Union einen „neuen“ europäischen Pakt zu Asyl und Migration verabschiedet, dessen Ziel es vor allem zu sein scheint, Migranten den Zugang zu ihrem Territorium durch Maßnahmen wie die Schaffung von Lagern an den Grenzen, die Verschärfung von Asylverfahren oder die Intensivierung von Inhaftierungen und Abschiebungen zu erschweren. En Belgique, die Regierung Arizona ihrerseits will eine möglichst harte und abstoßende Politik für Migranten führen, selbst wenn sie dabei den Rechtsstaat mit Füßen tritt. Kurz gesagt, Gastfreundschaft ist eine Tugend, die im politischen und medialen Diskurs nicht mehr gilt. Dieser Zyklus partizipativer Konferenzen hat zum Ziel, eine kritische Lektüre der aktuellen Migrationspolitik anzubieten. Es geht darum zu verstehen, was auf dem Spiel steht und welche Risiken die Menschenrechte bei den geplanten oder bereits umgesetzten Maßnahmen laufen. Wir werden uns auch fragen, welche Botschaft diese Politik vermittelt und wie man das vorherrschende Narrativ umkehren kann. Aber dieser Zyklus will auch Hoffnungsträger sein, indem er Wege des Widerstands aufzeigt und die Möglichkeit einer Politik erforscht, die für alle gerecht ist: für die Exilierten, ihre Herkunftsländer und die Gemeinschaften der Aufnahmeländer. Ein Zyklus von 4 Abenden: • Die Europäische Union im Krieg gegen Migranten? (Mittwoch, 25. März) Mit Beiträgen von: Cécile Vanderstappen (Referentin für Migrationsgerechtigkeit bei CNCD-11.11.11) und Nicolas Wéry (Advocacy-Referent bei JRS Belgium). • Arizona: Auf dem Weg zu einer (extremen) Rechtsentwicklung der Migrationspolitik? (Mittwoch, 8. April) Mit Beiträgen von: Sotieta Ngo, Direktorin von Ciré (Koordination und Initiativen für Flüchtlinge und Ausländer) und Martin Deleixhe, Forscher und Dozent an der ULB (Université libre de Bruxelles). • Welcher Widerstand gegen ungerechte Migrationspolitik? (Mittwoch, 6. Mai) • Ist eine gerechte Migrationspolitik möglich? (Mittwoch, 10. Juni)