Eine musikalische Reise durch Skandinavien und die baltischen Staaten. Die ikonische Musik von Arvo Pärt ist für zahllose Menschen eine Inspiration durch ihre zeitlose und fast ätherische Qualität. Die Reinheit und Freiheit in seiner Musik berührt das Verlangen nach Trost und Stille in Zeiten von Verwirrung und Unruhe. Stille ist in Pärts Werk genauso wichtig wie die Noten. Dies ist sehr gut merkbar im Stück „Summa“, was „die Essenz“ bedeutet. Über dem gesamten Stück hängt eine Atmosphäre einer Art stiller Schönheit und Unaufdringlichkeit, trotz der Tatsache, dass die Komplexität und die Spannung nach und nach zunehmen. Es erhält hierdurch den Charakter einer Meditation. Pärt komponierte „Summa“ 1977 für Chor, 1991 folgte die Version für Streichorchester.
„Solveig’s Lullaby“ ist eines der berührendsten Stücke von Edvard Grieg und ist Teil seiner Bühnenmusik für „Peer Gynt“. In diesem Lied drückt Solveig eine tiefe, bedingungslose Liebe und Geduld aus, während sie weiterhin auf die Rückkehr von Peer wartet. Die Musik ist einfach und sanft, mit einer wiegenden Melodie, die an ein Schlaflied erinnert, aber gleichzeitig ein Gefühl von Melancholie und Hoffnung hervorruft. Das Stück bildet einen emotionalen Höhepunkt und symbolisiert Treue, Vergebung und innere Ruhe.
Mit seiner „Holberg-Suite“ schrieb Grieg eine Suite im alten Stil mit der typischen Reihenfolge von Tänzen aus dem 17. Jahrhundert: Präludium, Gavotte, Sarabande, Musette und Air. Grieg komponierte das Werk im Gedenken an den norwegischen Schriftsteller Ludvig Holberg, Schöpfer von Lustspielen und Erneuerer der dänischen und norwegischen Literatur. Genau wie Holberg wurde auch Grieg in der norwegischen Stadt Bergen geboren, bekannt für ihre stimmungsvolle historische Kaimauer mit Handelshäusern namens „Bryggen“. Het Danish String Quartet – 3 Dänen und 1 Norweger – brachte 2014 eine CD auf den Markt mit nur eigenen Bearbeitungen ihrer geliebten skandinavischen Volksmusik. Titel des Albums: Wood Works. „On this recording we have borrowed and arranged a selection of tunes that are all very close to our hearts. We perform them as a string quartet, one of the most powerful musical vehicles we know of. The string quartet is a pure construct: four simple instruments made of wood.“ BRYGGEN bringt einige dieser Volksmelodien in einer angepassten Version für Streichorchester.
Über BRYGGEN: Unerschrocken setzt das Streichorchester BRYGGEN Kurs nach Norden, von seinem Heimathafen Brügge dem alten Hanse-Netzwerk hinterher, bis nach Skandinavien und ins Baltikum. Auf der Suche nach neuen Klängen und Verbindung mit der weiten Welt ringsum. Mit vereinten Kräften, manchmal klatschend gegen die Strömung und dann wieder harmonisch badend in der Ruhe unermesslich tiefer Fjorde. BRYGGEN ist ein frisches und dynamisches Streichorchester, das sowohl auf dem Gebiet des Repertoires als auch der Präsentationsweise bewusst auf Erneuerung setzt. Jedes Konzert von BRYGGEN ist ein Erlebnis, für Publikum und Ausführende. Angefeuert durch den künstlerischen Leiter Jolente De Maeyer erkundet das Ensemble das Klangidiom aus Skandinavien und dem Baltikum, erweitert mit Schlüsselwerken aus der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. BRYGGEN glaubt stark an die Kraft eines Streichorchesters und an den Mehrwert, den das Musizieren mit kleinerer Gruppe bietet auf dem Gebiet der Klangfarbe, des Zusammenspiels, der Kommunikation und des Fokus. Das Ensemble arbeitet ohne Dirigenten und tut alles, um zeitgenössische Musik über Ohr und Auge bis in das Herz des Publikums zu bringen. Die Symbiose zwischen Text, Musik, Bild und Spiel sitzt dann auch in der DNA der Projekte, die BRYGGEN sorgfältig ausarbeitet zusammen mit Erzählern, Schauspielern, Schriftstellern, Regisseuren, Choreographen, Tänzern, Chor, Performancekünstlern... Ja, für BRYGGEN ist die Zukunft sehr divers.