Gerrit Valckenaers steht für eine eklektische Musikauswahl und Sinn für Experimente. So ist er Dozent für Musikgeschichte an knst., Radiomacher bei Klara, musiziert er in u.a. The Colorist Orchestra und schrieb er das Buch Tumult. Die Musik des zwanzigsten Jahrhunderts in 32 Meisterwerken. Bei seiner Pensionierung an knst. setzen wir ihn gerne mit Musik von Modernisten vom Anfang des 20. Jahrhunderts in die Blumen. Und wer kann diese Musik besser einleiten als... er selbst?!
Vooraleer Het Collectief die Anthologie bringt, machen wir die Verbindung zur neuen Generation von Musikwissenschaftlern. Stijn Paredis, dank seiner Einleitungen zu den symphonischen Konzerten auch kein Unbekannter in CCHA, bringt einen Vortrag voller überraschender Geschichten und Wendepunkte aus der Geschichte unserer Konzert- und Hörkultur.
Und dann kommt ein heterogenes Trio. Wo Streichquartett, Bläserquintett und Klaviertrio in der Kammermusik üblich waren, suchten Erneuerer wie Strawinsky, Berg, Bartók und Ives mehr und mehr nach Alternativen. Klarinette (das Instrument, das Valckenaers selbst auch spielt), Geige und Klavier bilden also ein eigenartiges Kollektiv mit widersprüchlichen expressiven Möglichkeiten und Kontrasten auf der Schneide.
Programm
Igor Stravinsky Suite L’Histoire du soldat
Alban Berg Adagio (aus Kammerkonzert)
Charles Ives Largo
Bela Bartók Contrasts
Einleitung Gerrit Valckenaers / Vortrag Stijn Paredis / Klarinette Julien Hervé / Geige Wibert / Aerts / Klavier Thomas Dieltiens / Kaat Pype & Eduardus Lee
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