Uncle Daddy begann einst als Ausrede, um gemeinsam Bier zu trinken, und der Boden ist noch lange nicht in Sicht. Mit zwei Banjos, zwei Gitarren, mehrfach geklebtem Kontrabass, einer schneidenden Mandoline und ein paar Stimmen bringt die Band aus Gent schmutzigen Country, der einen a) glücklich macht, in dem man b) jedoch keine fröhliche Note finden wird.
Roh und pur, weder aufpoliert noch sauer: Mit Carasocken in den Boots ist Stil nicht wichtig, oder doch? Gelabt mit grauen Haaren und Tinte in den Adern rammen die Daddy’s Ihnen ihre eigene Interpretation des Prärieliedes durch den Hals. Meist in Kneipen niedriger Qualität zu hören, gelegentlich ein Festival, ohne Ambition in der Tradition, die nicht die ihre ist – aber direkt aus dem Herzen. Uncle Daddy spielt nicht so, als ob, sondern weil ihr Leben davon abhängt.