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Begegnung mit Samira EL Ayachi Event

Begegnung mit Samira EL Ayachi

Mi., 30. Sept. 2026 · 19:30
Centre culturel Espace Magh asbl, Brussels
Madame Bovary, meine Mutter und ich „Wir haben nie darüber gesprochen. Aber ich glaube, ich war nicht im Programm vorgesehen. Ich bin sicherlich das Kind eines Wochenbett-Rückfalls. Ist es deshalb, dass ich immer das Gefühl habe, zu stören? Ist es deshalb, dass ich mich oft entschuldige?“ Wenn der Arzt sie fragt: „Haben Sie familiäre Vorbelastungen?“, bleibt Salwa stumm. Sie erkennt, dass sie fast nichts weiß – weder über die Krankheiten der Frauen ihrer Linie, noch über ihre Geschichte, noch darüber, was in ihrem Körper auf den ihren übertragen wurde. In ihr hallen jedoch namenlose Schmerzen wider, eine wahnsinnige Lust zu leben, das Schweigen einer Mutter… und das Echo von Emma Bovary, das in der Schule gelernt wurde. Aus diesem Schweigen entsteht eine Suche. Zwischen einer Mutter und ihrer Tochter entfalten sich die Geheimnisse, die Exilgeschichten, das Ungesagte, aber auch ein Weg, um sich endlich wiederzufinden.“ In diesem fünften leuchtenden Roman in hybrider Form signiert Samira El Ayachi ein Werk der Abstammung und Emanzipation, das zugleich eine Hymne an die Liebe und an die Literatur ist. Sie besucht die Verbindung zwischen Müttern und Töchtern neu und erforscht mit Finesse einen toten Winkel unserer Geschichte: die psychische Gesundheit von Frauen, die mit der „Familienzusammenführung“ um die Wende der 1980er Jahre in Frankreich ankamen. Über die Autorin Samira El Ayachi, geboren 1979 in Lens und in Lille ansässig, ist Romanautorin und Autorin für das Live-Spektakel. Dem Schreiben gewidmet, teilt sie ihre Zeit zwischen literarischem Schaffen und Begegnungen mit ihren Lesern in Frankreich und Marokko auf. Sie hat mehrere beachtete Romane veröffentlicht, darunter Quarante jours après ma mort, Les femmes sont occupées und Le ventre des hommes, die alle beim selben Verlag erschienen sind. Ihr Werk Madame Bovary, ma mère et moi ist Teil des Zyklus „Ce qui nous relie : Histoire(s) de réparations en partage“, ein literarischer Ansatz, der von der Autorin rund um Fragen der Erinnerung, der Übertragung und der Wiedergutmachung initiiert wurde, wovon Le ventre des hommes (Editions de l’Aube, 2021) einen der wichtigsten Teile bildet.
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Veranstaltungsort
Centre culturel Espace Magh asbl
Rue du Poinçon, 1000 Brussels
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