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Nacht des Freidenkers
Festival

Nacht des Freidenkers

So., 22. Nov. 2026 · 17:45
De Vooruit, Ghent
€32–37
Das jährliche Ideenfestival Nacht van de Vrijdenker kehrt am Samstag, den 21. November 2026, in seiner vertrauten Festivalformel zurück. Erwarten Sie ein abendfüllendes Parallelprogramm, verteilt auf vier Säle, mit Debatten, Vorträgen und Podiumsdiskussionen rund um Philosophie, gesellschaftliche Fragestellungen, Wissenschaft und kritisches Denken von Referenten aus dem In- und Ausland.\n\nUm Nuancen zu bieten, wo Schwarz-Weiß-Denken uns an der Oberfläche hält. Um komplexe gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu untersuchen, Fakten von Fiktion zu unterscheiden und Angst vor etwas in Dialog mit etwas umzuwandeln.\n\nErwarten Sie einen Wirbelwind aus Debatten, Vorträgen und Podiumsdiskussionen rund um Philosophie, gesellschaftliche Fragestellungen, Wissenschaft und kritisches Denken von Referenten aus dem In- und Ausland. Die Nacht van de Vrijdenker bringt einen Wirbelwind an Erkenntnissen und Ideen, der neue Perspektiven eröffnet und auf messers Schneide Vertiefung bietet.\n\nFESTIVALPROGRAMM\n\nTheatersaal, De Vooruit Dirk De Wachter – „Warten ohne Erwartung“ | 17:15–18:00\nAlles muss immer schneller gehen. Wer wartet, scheint zurückzubleiben. Psychiater Dirk De Wachter sieht das anders: Warten kann eine aktive Haltung sein, aufmerksam, hoffnungsvoll und mit dem anderen verbunden. Ein Plädoyer dafür, sich in einer ungeduldigen Kultur Zeit zu nehmen.\n\nChristophe Busch – „Uneinig, aber einverstanden!“ | 18:45–19:30\nWas, wenn wir uns nicht mehr verstehen können? Inspiriert von Hannah Arendt untersucht Christophe Busch, wie Polarisierung, Desinformation und „Depluralisierung“ unsere geteilte Wirklichkeit unter Druck setzen. Wie schützen wir Raum für Differenz, Zweifel und Dialog – und bewahren uns den Blick für den anderen als Mensch?\n\nRodante van der Waal im Gespräch mit Anton Van Dyck – „Reproductive Gerechtigkeit“ | 20:15–21:15\nWer entscheidet über eine Schwangerschaft oder eine Geburt und wer wird dabei gehört? Die Hebamme und Philosophin Rodante van der Waal und Anton Van Dyck van Compagnon sprechen über Abtreibung, obstetrische Gewalt und reproduktive Rechte, die nicht für jeden selbstverständlich sind.\n\nLudo De Brabander & Roberta Haar, Stavros Kelepouris – „Europa entdeckt die Geopolitik neu“ | 22:00–23:00 (auf Englisch)\nWer Frieden will, muss sich auf Krieg vorbereiten: Ist das die neue Realität für Europa? Während der Kontinent mehr in Waffen investiert, kollidieren Europas Ideale mit einer Welt voller Autokraten. Ludo De Brabander und Roberta Haar ergründen, wie viel von Europas DNA erhalten bleiben kann.\n\nBallsaal, De Vooruit Ype de Boer – „Wie finden wir Glück?“ | 17:00–17:45\nGlück ist überall. Aber was, wenn unsere Jagd nach Glück uns erst recht unglücklich macht? Filosoof Ype de Boer untersucht, warum wir gegenüber Glück misstrauisch geworden sind, und stellt eine unbequeme Frage: Was bedeutet „wahren Glück“ in einer Welt, die es ständig zu verkaufen versucht?\n\nSikivu Hutchinson – „Humanists in the Hood: unapologetically Black, Feminist and Heretical“ | 18:30–19:15 (auf Englisch)\nWas hat Säkularismus mit Widerstand zu tun? Jede Menge, argumentiert Sikivu Hutchinson. Ausgehend vom schwarzen feministischen Humanismus legt sie offen, wie Rassismus, Sexismus und religiöser Nationalismus zusammenhängen. Und warum Freidenkerei erst dann wirklich frei ist, wenn sie Raum für alle schafft.\n\nRoel Meijvis – „Eine Philosophie des Aktivismus“ | 20:00–20:45\nDie Welt steht in Flammen. Was tust du? Roel Meijvis kehrt zu Camus, Sartre und De Beauvoir zurück für eine Philosophie des Widerstands. Ihre Ideen über Freiheit, Verantwortung und Engagement erweisen sich in einer Zeit, in der Wegschauen keine Option mehr zu sein scheint, als überraschend aktuell.\n\nClarice Gargard, interviewt von Annelies Moons – „Nach dem Widerstand kommt die (R)evolution: Was kann ich tun?“ | 21:30–22:30\nAnnelies Moons spricht mit Clarice Gargard über ihr Buch „Nach dem Widerstand kommt die (R)evolution“. Darüber, wie Widerstand allein nichts verändert und sich Macht wiederholt, wenn man sie nur bekämpft. Darüber, wie mit Ruhe, Freude und Vorstellungskraft Raum für echte Veränderung entstehen kann.\n\nHannelore Van Bavel – „Wessen Autonomie zählt?“ | 23:00–23:45\nWann ist das Schneiden in einen Körper Verstümmelung und wann Schönheit? Hannelore Van Bavel untersucht, warum wir manche Eingriffe akzeptieren und andere verbieten. Über Autonomie, Geschlecht und medizinische Macht – und über die oft überraschend dünne Grenze zwischen Wahl und Kontrolle.\n\nDomsaal, De Vooruit Stine Jensen – „Hin zu einer neuen Art von Atheismus“ | 17:15 – 18:00\nAtheismus darf durchaus etwas frecher sein. Stine Jensen plädiert für eine freisinnige Stimme, die sich wieder in die gesellschaftliche Debatte einmischt. Über Glaube, Freiheit und den öffentlichen Raum, vor allem aber über die Frage, wie wir ohne eine dominante Stimme zusammenleben können.\n\nEmile Badarin – „Sumud: Dekolonisieren mit Ausdauer“ | 18:30 – 19:15 (auf Englisch)\nAnerkennung klingt wie ein emanzipatorisches Ideal, aber Emile Badarin zeigt, wie sie auch Enteignung und Gewalt rechtfertigen kann. Anhand von Met Palestina als Fallstudie erkundet er eine Alternative: Sumud, das palästinensische Konzept der Beharrlichkeit, als Linse für eine gerechte Zukunft für alle.\n\nJur Deitmers, interviewt von Bart Van Kerkhove – „Der Junge ohne Gestern“ | 20:00 – 21:00\nJur Deitmers musste nach einer doppelten Gehirnentzündung alles neu lernen. Wie blickte er auf eine Welt, die er nicht mehr kannte? Wer bist du ohne Gedächtnis? Zusammen mit dem Professor Bart Van Kerkhove untersucht er, wie biegsam unsere Identität ist.\n\nSuzanne Roes – „Der ethische Kriminelle“ | 21:30 – 22:15\nManchmal muss man das Gesetz brechen, um Recht zu schaffen. Von Suffragetten bis zu Klimaaktivisten: „Ethische Kriminelle“ übertreten bewusst Regeln, die sie für ungerecht halten. Wann wird ziviler Ungehorsam zur moralischen Pflicht – und wer bestimmt, wo die Grenze verläuft?\n\nFlor Didden – „Ruf mich an, wenn du da bist“ | 23:00 – 23:45\nWas passiert wirklich an den Außengrenzen Europas? Flor Didden kombiniert eindringliche Geschichten mit einer scharfen Analyse von zehn Jahren europäischer Migrationspolitik und skizziert, wie eine menschliche und realistische Alternative aussehen kann.\n\nDansstudio, De Vooruit Dorian Accoe, Pieter Beck & Anaïs Van Ertvelde – Wünschbare Gene | 16:45 – 17:45\nSchon vor der Schwangerschaft wissen, ob Ihr Kind eine Erbkrankheit haben wird: Wir können immer mehr, und immer mehr Eltern tun es. Aber wer entscheidet, welche Eigenschaften erwünscht sind und welche nicht? Dorian Accoe, Pieter Beck und Anaïs Van Ertvelde suchen nach der Antwort zwischen Ethik und Eugenik.\n\nKurt Beckers – „Wer schuf wen?“ | 18:15 – 19:00\nGott schuf nicht den Menschen. Der Mensch schuf Gott. 1841 kehrte Ludwig Feuerbach eine jahrhundertealte Selbstverständlichkeit um: Vielleicht ist Gott nichts weiter als unser eigenes Sehnen nach Vollkommenheit. Kurt Beckers beleuchtet, warum Feuerbachs Provokation nach wie vor aneckt.\n\nNick Bull – „Freidenker in Gefahr“ | 19:45 – 20:30 (auf Englisch)\nFreidenken kann dich deine Freiheit kosten. In manchen Ländern sogar dein Leben. Nick Bull van Humanists International enthüllt, wie Gesetze, Diskriminierung und religiöser Druck Ungläubige und säkulare Stimmen weltweit treffen. Wer schützt das Recht, nicht zu glauben?\n\nTim ’S Jongers, Wouter Arrazola de Oñate & Jana Kerremans – „Ungleich gesund“ | 21:30 – 22:15\nDeine Gesundheit ist nicht nur eine Frage von Entscheidungen. Wer arm, bildungsfern oder marginalisiert ist, trägt mehr gesundheitliche Risiken. Dennoch lädt der Staat immer mehr Verantwortung beim Individuum ab. Wie gesund ist eine Gesellschaft, die strukturelle Ungleichheit in persönliche Verantwortung übersetzt?\n\nSimon Truwant – „Warum man mit Fakten keine Debatte gewinnt“ | 23:00 – 00:00\nWarum gewinnt man mit Fakten keine Debatte und warum ist Heuchelei weniger schlimm als sie scheint? Cultuurfilosoof Simon Truwant reicht in diesem Workshop einen klaren Denkrahmen an, um als interessierter Bürger durch komplexe gesellschaftliche Diskussionen zu navigieren.\n\nAlle Infos finden Sie auf www.nachtvandevrijdenker.be.\n\nMöchten Sie kein einziges Update verpassen? Tragen Sie sich über www.nachtvandevrijdenker.be in unseren Newsletter ein und erhalten Sie alle Updates direkt in Ihr Postfach.\n\nÜBER NACHT DER FREIDENKER\n\nSeit über zehn Jahren bringt das Ideenfestival kritische Denker aus dem In- und Ausland zu Fragen zusammen
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Veranstaltungsort
De Vooruit
Sint-Pietersnieuwstraat 23, 9000 Ghent
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