David Lynch, Blue Velvet und Isabella Rossellini. Das inspirierte Sandra Carota, Bergarbeitertochter und Enkelin italienischer Migranten, und Jurgen Denoo dazu, Bambola zu gründen. Sie strippen bombastische italienische Songs aus den 60er und 70er Jahren, bis nur noch die Essenz übrig bleibt.
Bambola wählt nicht den typischen Soundtrack des italo-belgischen Restaurants, sondern die (Skandal-)Nummern der Bad Girls (Mina, Patty Pravo, Gabriella Ferri, Loredna Berté). Mit ihrer Kombination aus Sexappeal und einem freiheitsliebenden Image zahlten sie einen hohen Preis im katholischen Italien jener Zeit: Sängerinnen wurden zensiert und Songs und Videobilder wurden vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk verboten. Das Publikum schloss sie jedoch in sein Herz, und so bauten sie eine jahrzehntelange Karriere auf.
Bambola spielt im Geiste der Ballsaal-Orchester, aber nicht sklavisch treu zum Original. Die Band entscheidet sich für eine schwüle Interpretation. ...
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