Leslie und Renard, zwei junge Bewohner einer stadtnahen Gemeinde in der Île-de-France, vertreiben sich die Zeit zwischen Parkplätzen, Kreisverkehren, Einkaufszentren und Gelegenheitsjobs. Die Entdeckung eines mysteriösen Objekts auf einer Baustelle der zukünftigen Metro des Grand Paris (dieses riesige Projekt, das die Pariser Metropole neu gestalten soll) lässt ihr nächtliches Umherirren kippen. Handelt es sich um einen antiken Talisman oder das Relikt einer verschwundenen Zivilisation? Auf halbem Weg zwischen Sozialchronik, Science-Fiction und leichter Komödie filmt Martin Jauvat die Peripherie ohne miseralistisches Dekor oder spektakuläre Vorstadt, sondern als ein Gebiet im Wandel, geformt durch Infrastrukturen, wirtschaftliche Prekarität und das Warten. Hinter seinem Anschein einer verrückten und gebastelten Erzählung skizziert der Film das Porträt einer Generation, die mit Landschaften konfrontiert ist, in denen die Zukunft ständig angekündigt wird, aber immer noch im Bau zu sein scheint.
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