In diesem fesselnden Theatermonolog lässt Nick J. Hollevoet Lucien Buysse wieder sprechen. De Tourwinnaar von 1926, abgehärtet durch Schlamm, Berge und endlose Kilometer, steht nicht auf dem Fahrrad, sondern im Wort. Aus der Erinnerung blickt er auf ein Leben zurück, das von Entbehrung, Schweigen und schließlich… Erzählen geprägt war. Das Publikum wird in die wilde Tour de France der Zwischenkriegszeit hineingezogen: Rennfahrer als Krieger, Straßen als Feinde, die Berge als unerbittliche Richter. Doch zwischen der heldenhaften Gewalt entsteht Raum für den Menschen hinter dem Champion. Im Alter erweist sich Buysse als geborener Erzähler — scharf, trocken, bewegend — jemand, der seine Vergangenheit neu erschafft, indem er sie teilt. Nick J. Hollevoet wechselt zwischen Jung und Alt, zwischen Kampf und Erinnerung, zwischen Stille und Sprache. Was als Sportgeschichte beginnt, wächst zu einem theatralischen Porträt eines Mannes heran, der seine größten Siege nicht nur auf der Straße errang, sondern auch in der Art und Weise, wie er lernte, sein Leben nachzuerzählen. Eine fesselnde Vorstellung über Mythos und Mensch, über Leiden und Zuhören, über die Tour de France als Theater des Daseins. Ein Mann. Eine Stimme. Eine Legende. De Kleinen Buysse.