Cabaretière Nele Bauwens beweist, dass sie eine begnadete Erzählerin ist, und nimmt ihr Publikum mit in das Café von Tante José aus ihrer Kindheit. Sie wühlt in ihrer Blumenerde und gräbt farbenfrohe Figuren aus, die dieses wunderbare Universum bevölkerten. Gleichzeitig legt sie den Kern des heutigen Problems namens Entfremdung und die soziale Funktion, die das Volkscafé einst hatte, offen. Im Mittelpunkt steht ihre Tante José, mit ihren 1,53 m und knallrotem Haar eine echte Allumeuse oder besser ein kleines „Streichholz mit einem Schwefelkopf“. Sie führte das Café wie ihre eigene dysfunktionale, aber herzliche Familie. Es war ihr Leben, die Kunden waren ihre Freunde, mehr noch, ihre Familie. Und dazu gehörte auch ihre Nichte Neleke, die sich von ihrer Tante in die Welt der Schlager und Chansons eintauchen ließ. Genau wie bei Tante José drängen sich Schlagerzeilen vor ihre echten Gedanken! Ihre eigene Form von Tourette, in der Wissenschaft auch das Oempalapapero-Syndrom genannt. Natürlich führt diese Erkrankung öfter zu urkomischen Situationen und … wunderschönen Gesangsnummern. Lustig, bewegend, Stimmung, out of the (juke)box, stark.